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gelesen: Robert A. Heinlein – Farmer im All

So, endlich habe ich es geschafft den zweiten Titel von der Hugo-Award Liste zu lesen. Dabei handelt es sich um das SF-Werk Farmer im All von Robert A. Heinlein, welches den Preis im Jahr 1951 verliehen bekam.

In dem Universum, das Heinlein uns vorgibt, ist die Erde total überbevölkert und kann nicht mehr alle Menschen ernähren. Deshalb gibt es ein Programm der US Regierung, zu dem sich Freiwillige melden können. Diese werden dann auf den Jupitermond Ganymed gebracht, wo sie einen Außenposten der Menschheit aufbauen und dazu noch Nahrung anbauen sollen. Diese soll dann nicht nur den Außenposten versorgen, sondern auch noch als Wirtschaftsgut dienen, mit dem Handel mit der Erde getrieben werden soll.

Der Roman konzentriert sich eher weniger auf technischen Science-Fiction Schnickschnack, sondern mehr auf das Zwischenmenschliche zwischen den Siedlern des Jupitermondes, was mir als sehr ungewöhnlich aufgefallen ist. Geschrieben ist das Buch aus der Perspektive eines noch nicht volljährigen Jungens, der mit seiner Familie nach Ganymed aufbrechen soll. Dieser hat nämlich einerseits Probleme mit seinem Vater, der ihn oft noch gerne bevormundet (da er sich Sorgen macht). Andererseits muss er sich mit anderen Siedlern seines alters auseinandersetzen, die ihm nicht unbedingt immer freundlich gesinnt sind. So wird man lesender weise Zeuge, wie durch die Einführung von Pfadfinderregeln eine gesellschaftliche Ordnung zu schaffen versucht wird und wie der junge Mann sich abmüht, auf dem fremden Planeten eine Wohnhaus für seine Familie zu erbauen und das umliegende Land nutzbar zu machen. Natürlich müssen dabei schwerwiegende Probleme, wie knappe Ressourcen oder widrige Wetterbedingungen, überwunden werden.

Insgesamt war es eine sehr interessante Geschichte, die mich besonders durch den Fakt, dass sie nicht zu sehr auf die Zukunftstechnik abhebt und aufzeigt, dass auch kommende Generationen noch viel mit sozialen und gesellschaftlichen Problemen zu kämpfen haben werden. Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass die Story in einer nicht allzu fernen Zukunft spielen soll. Zwar erwähnt Heinlein keine konkrete Jahreszahl, aber er schreibt vom 21 Jahrhundert.

Heinlein werde ich im weiteren Verlauf des Projektes noch ein paar mal lesen, denn insgesamt wurden 5 seiner Werke mit dem Science-Fiction Preis ausgezeichnet. Doch zunächst widme ich mich Alfred Besters „Sturm aufs Universum“, den Preisträger aus dem Jahr 1953 (1952 wurde die Preisverleihung ausgesetzt). Das kann aber sicher wieder ein paar Monate dauern, denn der Stapel der ungelesenen Bücher zwingt mich vorher noch ein paar andere Titel zu lesen.

Eine weitere interessante Fragestellung, die sich nach der Lektüre für mich ergeben hat ist jene, warum wir noch so weit entfernt sind einen Fuß auf fremde Planeten zu setzen?! Es ist jetzt gute 40 Jahre her, dass der letzte Mensch auf dem Mond war. Danach wurden keine ernsthaften Versuche unternommen, einen fremden Planeten zu besuchen. Warum?! Meiner Meinung ist es einfach nicht lukrativ. Noch haben wir alles auf unserem Planeten was wir benötigen. Platz haben wir auch noch etwas und Nahrung auch. Doch was ist, wenn das einmal vorbei ist?! Werden wir dann wirklich bald (relativ) eine regelmäßige Shuttle-Verbindung zum Mond oder Mars haben?! Spannend wär es ja.

Hier könnt Ihr alle meine bisherigen Artikel (einen weiteren) zum Hugo-Award nachlesen.

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52Games – Verschwörung

Lange nicht mehr bei 52Games mitgemacht, aber bei dem Thema Verschwörung liegt mir sofort ein passender Artikel in den Fingern.

Verschwörungen finden in Viedeospielen immer wieder Anklang. Seinen es Bio-Terroristen in Resident Evil, die die Menschheit auslöschen wollen oder machthungrige Politiker in den Final Fantasy Teilen, die durch Intrigen zu Ruhm, Ehre und eben Macht kommen wollen. Doch lange bevor jemand überhaupt die Idee zu diesen Plots und Spielen hatte, gab es schon ein Game, das für mich den Anfang und gleichzeitig den Gipfel der Verschwörung in Computerspielen markierte. Ich spreche natürlich von Super Mario Bros für den NES.

Wie viele Schildkröten mussten wir auf der Suche nach unserer Liebsten zertreten?! Wie viele Pilze und Feuerblumen haben wir dabei gefressen und wie viele Lavaflüsse überquert?! Unzählige! Immer mit der Information im Kopf, dass unsere Geliebte im nächten Schloss auf uns sehnsüchtig wartet. Und als wir endlich den blöden Endboss und seine Schergen besiegt hatten, stand da nur ein kleiner Pilz, der uns mitteilte, dass die Prinzessin in einem anderen Schloss ist.

Ich hatte ja schon sehr früh das Gefühl, dass die Prinzessin eigentlich von uns (also Mario) nichts wollte. Ihr hat es nur perversen Spaß bereitet, dass wir uns immer wieder für sie in Gefahr begeben haben und zum skrupellosem Killer mutierten. Kurz bevor wir dann unseren Preis (sei es nur ein kleiner Kuss) abholen konnten, hatte sie sich schon rechtzeitig aus dem Staub gemacht und uns nur ihren Sklaven, den Pilz, dagelassen, der uns in weitere, mörderische Abenteuer trieb. Und als sei das noch nicht genug, zeigte uns der kleine Penner auch noch zwei Stinkefinger, wie Vergrößerungen der Spielszene beweisen. Größte Verschwörung ever. Diese Ereignisse führten übrigens dazu, dass ich Prinzessin und Pilz nie wieder vertraute und diese daher auch beim Mario-Kart links liegen ließ.

Auch wenn der Pilz dann noch ein trauriges Lied über seine Situation schrieb, bleibe ich bei meiner Meinung: vertraut weder Pilzen noch Prinzessinen!

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gelesen: Foundation Trilogie – Isaac Asimov

Wie vor ein paar Beiträgen angekündigt, habe ich mir vorgenommen, die gesamten Gewinner des Hugo-Awards zu lesen. Nun habe ich endlich das erste Buch, die Foundation Trilogie von Isaac Asimov durch und muss ehrlich gesteht, dass die Motivation schon an einem Tiefpunkt angekommen ist.

In Asimovs Werk von 1946 geht es darum, dass der Mathematiker Hari Seldon mit der Methode der Psychohistorik vorausberechnet, dass das bestehende galaktische Imperium zusammenbrechen wird und es 30000 Jahre dauert, bis sich ein neues Imperium aus den Trümmern erhebt. Um diesen Zeitraum deutlich zu verkürzen, entwickelt er einen Plan und gründet darauf hin die Foundation, eine Gesellschaft von Wissenschaftlern, die sich am Rande des Universums niederlässt. Durch die Unterstützung der Foundation soll das neue Imperium bereits in 1000 Jahren wieder gegründet sein. Es beginnt die Zeit des Wartens. Die Foundation wächst und gedeiht und immer zu Krisensituationen taucht eine Botschaft Seldons auf und erklärt den Bewohnern, wie sie die Kriese meistern können.

Der Roman steigt immer zu Kriesenzeiten ein und erzählt für mehr oder weniger 100-200 Seiten was gerade passiert und wie die Sache ausgeht. Man lernt viele unterschiedliche Charaktere kenne, kann sich aber auf keinen richtig einstellen, denn nach weiteren 100 Seiten sind wieder 100 Jahre vergangen und die netten Charaktere sind Geschichte. Und so ließt man sich von Kriese zu Kriese und von Jahrhundert zu Jahrhundert, immer mit dem Wissen, dass Seldon das ja eh vorherberechnet hat und die Foundation die Sache schon irgendwie überstehen wird. Spannend wird es nochmal, wenn ein paar Mutationen auftreten, mit denen Seldon nicht gerechnet hat. Denn dann muss auch die Foundation bluten und plötzlich alleine den Kopf aus der Schlinge ziehen.

Alles in allem hat mich das Buch aber nicht besonders gefesselt und ich bin wirklich froh, dass ich es endlich durch habe. Ich hoffe, dass die folgenden Werke auf der Hugo-Liste spannender sind, lese aber zwischendurch mal auch was anderes.   

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52 Games – Wärme

Wärme verbinde ich persönlich ja gleich mit Sommer und im Sommer sollte man eigentlich das Joypad mal aus der Hand legen und raus an die frische Luft gehen, ein wenig Sonne tanken, beim Fahrradfahren ein paar Fliegen schlucken und nachschauen, ob man denn noch schwimmen kann. Doch der richtige Gamer wird sich denken “WTF?! Das kann ich doch auch alles virtuell machen”.

Das Spiel, das ich sofort mit Sommer/Wärme/Urlaub in verbindung bringe, ist Dead Island. Eigentlich wollten wir ja nur etwas Partyurlaub auf einer angesagten Sonneninsel machen, aber dann bricht die Zombieapokalypse aus und wir müssen uns mit Padeln, Axten und Schrotflinten gegen wahnsinnige Gehirnfresser in Bikinis und mit Strohhüten verteidigen. Und das an Locations, die das Herz jedes All-Incl. Urlaubers höher schlagen lassen. Die Locations und die Grafik, in der diese präsentiert werden, ist aber auch schon das einzig gute an dem Spiel. Gameplay und Langzeitmotivation sind eher lau warm bis mild. Wir metzeln uns durch riesige, moderne Hotelanlagen, durch Bungalowdörfer und mit Blut gefüllte Pools und über kilometerlange Sandstrände die die Sehnsucht nach Urlaub und Abschalten wecken. Und dann metzeln wir uns weiter durch eine kleine Küstenstadt, die sicher allein vom Tourismus lebt. Und dann metzeln wir uns sicher noch ein Stück weiter, aber da bin ich noch nicht, weil mich mittendrind die Motivation verlassen hat.

Tortz des düsteren Themas und der kalten Zombies kommt die Wärme der Umgebung quasi aus dem Fehrnseher herausgekrochen. Die ständig brutal brennende Sonne, die leicht bekleideten Bikinimädels und -jungs, die singenden Vögelchen, die überall rumstehenden, kalten (mittlerweile bestimmt aber sehr warm gewordenen) Getränke, die unzähligen Pools und und und lassen einen eine Symbiose zwischen Couch, Schweiß und Körper bilden. Und wenn der Xboxlüfter dann auch nocht richtig ausgerichtet ist, bekommt man einen Hauch warme Abluft mit einer Priese Leichengeruch direkt ins Gesicht. Ein Traum. 

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Leseprojekt Hugo-Award

Da ich noch nicht genug Bücher habe, die ungelesen auf meinem Pile of Shame liegen, habe ich mir ein kleines Leseprojekt vorgenommen. Dabei geht es um SC-FI Bücher, ein Genre, dass ich in den letzten Jahren etwas vernachlässigt habe. Als Orientierungshilfe werde ich mich am Hugo Award ausrichten, einem Lesepreis, der jährlich für die beste SC-FI-Veröffentlichung verliehen wird. Und da dieser Preis bereits seit 1953 verliehen wird, könnt ihr euch vorstellen, wie viele Bücher ich lesen muss. Naja, ein paar Bücher von der Liste habe ich schon gelesen und außerdem kann ich durch dieses Vorgehen sichergehen, dass ich nur Klassiker und keinen Schund vorgelegt bekomme.

Den Anfang habe ich gestern mit dem ersten Band auf der Liste gemacht: Isaac Asimov – Der galaktische General. Das Buch als einzelnes gibt es so nicht, aber der glaktische General ist Bestandteil von Asimovs klassischer Foundation-Trilogie. Also liegt nun der 900Seiten Schinken auf meinen Nachttisch.

Eine Übersicht der Bücher, durch die ich mich chronologisch durcharbeiten werde, findet mach auf der Wiki Seite des Hugo Awards. Ich bin mal gespannt, wie lange ich für das Projekt benötigen werde.

P.s. Wer mitlesen möchte, ist natürlich herzlich dazu eingeladen. Dann kann man auch nach jedem Buch ein wenig diskutieren und sich austauschen.  

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52Games – Alkohol

Eine weitere Runde des Projektes 52Games steht an. Und diesmal haben sich die Sportsfreunde von Zockwork Orange das Thema Alkohol ausgedacht.

Eigentlich müsste ich jetzt hier über meine Teenanger Zeit sprechen, als man sich noch mit ner Kiste Weizen vor den Nintendo64 hockte und Mario Kart spielte. Jeder der ein Rennen gewann musste/durfte ein Bier exen. Somit wurde automatisch ein Handicap aufgebaut und am Ende des Abends waren alle gleich gut und auch gleich gut betrunken. Doch beliben wir ernst. Naja, zumindest soweit wie es das Thema zulässt.

Alkohol kann man in einer Vielzahl von Spielen zu sich nehmen. Vorallem in Rollenspielen ist es sehr beliebt, um dann eine paar Healthpoints oder etwas Mana zu regenerieren. Wo mir der Einsatz von Alkohol aber besonders gut gefällt, ist in einem Spiel, dass ich lange liegen gelassen habe und momentan wieder begeistert spiele. Ich spreche von GTA4. Einem Spiel, wo der Genuss von Bier und Schnaps nur eines beweirkt: man wird betrunken.

Keine zusätzlichen HP, keine Spezialkräfte. Man betrinkt sich einfach um betrunken zu werden. In GTA4 muss man nämlich Freundschaften pflegen. Und das geht beim Bowling, einem Hubschrauberausflug oder eben beim Saufen. Hat man mit einem Kumpel ein paar Gläser geleert, wird die Fortbewegung in Liberty City auf ein ganz neues Level gestellt. Der eigene Charakter kann sich kaum noch auf den Beinen halten und das Bild wackelt und wird so stark verzerrt, dass dem Spieler fast schlecht wird. Schafft man dann den Weg zum Auto (frei nach dem Motto: tragt mich zu meinem Wagen, ich fahr euch dann heim) geht der Spaß weiter. Tunnelblick, fast unkontrollierbare Lenkung und unberechenbare Tempowechsel. Richtig interessant wird es dann, wenn man plötzlich auch noch vor der Polizei flüchten muss, weil einem ein Fußgänger vor die Motorhaube gesprungen ist. Es dauert ungewöhnlich lange, bis man wieder eingermaßen nüchtern ist und keine Schlangenlinien mehr fährt.

Klar ist das nicht unbedingt der vorbildhafteste Einsatz von Alkohol in Games, aber einer, der 100%tig zum Spiel passt! Genauso gut wie die Zigaretten in Matal Gear Solid, die man raucht (dabei verliert man dann Gesundheit), um die unsichtbaren Laserscanner sichtbar zu machen.

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52 Games – Hype

Willkommen zur Ausgabe Nummer 19 des Projektes 52 Games von Zockwork Orange. Ausgabe Nummer 19, werden sich die regelmäßigen Leser gerade Fragen. War nicht der letzte Artikel die Nr. 17?! Richtig, kann ich den Leser beruhigen, Nummer 18 habe ich ausgesetzt. Das Thema der vorherigen Runde war Bärte und außer Marios Rotzbremse ist mir zu dem Thema nicht viel eingefallen. Doch machen wir mit der aktuellen Runde weiter. Das Thema diesmal: Hype.

Hm, wieder schwierig, doch versuchen wir es mal. Ich glaube behaupten zu können, dass ich jemand bin, der fast jedem Gaming-Hype bisher wiederstehen konnte. Es gibt wirklich nur wenige Spiele, die ich mir gleich nach dem Erscheinungstermin zugelegt habe, oder welche, die ich sogar schon Wochen vorher vorbestellt habe. Das einzige Spiel, das ich mir zeitnah zur Veröffentlichung besorgt habe, war Skyrim.

Ich zocke zwar richtig gerne, aber in einen Hype reinziehen lasse ich mich nicht. Mag vielleicht daran liegen, dass ich selten Spiele spiele (oh man), die alleine vom Multiplayer leben, wie Call Of Duty, Diablo 3 und wie die alle heißen. Wenn man da nicht von Anfang an dabei ist, hat man entweder keine Chance mehr, weil die Leute, die das vom Erscheinungstermin an nonstop zocken und einfach unschlagbar gut sind, oder, wenn man das nach ein paar Monaten erst anspielt, dann zockt das keiner mehr online, weil die Nachfolger schon veröffentlich wurden. Außerdem ist es mir oft zu blöd 60 und mehr € für ein Game hinzulegen. Vor allem für solche, die man nach weniger als 10h durchgespielt hat und die Wiederspielmotivation einfach nicht vorhanden ist. Dann doch lieber eine paar Wochen warten und das Spiel zu Budget-Preis mitnehmen.

Also, wie gesagt, für den Hype-Train löse ich nur äußerst selten ein Ticket. Dann zocke ich lieber Sachen, die auch noch nach Monaten oder sogar Jahren noch rocken.

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52 Games – FUUUUUUUUU

Nächste Runde des 52 Games Projektes. Diesmal mit dem Thema FUUUUUUUUU. Ich interpretier das mal als Spiele, die einen zur Verzweiflung bringen. Und da gab es in meiner Vergangenheit genügend von. Deshalb möchte ich hier meine TOP 3 FUUUUUUUUU Games vorstellen. Jedes auf einem anderen System.

Platz 3 geht an einen recht aktuellen Titel: Dead Space 2. Das Spiel an sich war eigentlich ganz fair, aber die letzten paar Meter und der Endboss waren definitiv FUUUUUUUUU. Mag vielleicht daran liegen, dass ich zum Schluss hin nur extrem wenig Munition hatte und alles mit dem kleinen Plasmacutter erledigen musste. Und das hat dann einfach Ewigkeiten gedauert. Ewigkeiten, in denen mich die kleinen Monster bestimmt 100te Male gefressen hatten. Ich war schon so weit, dass ich dachte, ich müsste das Spiel nochmals durchspielen und mir eine andere Strategie für meine Waffenauswahl überlegen. Nachdem ich mich mit diesem Gedanken schon fast angefreundet habe, schaltete ich die Xbox wieder ein und wollte einen letzten Versuch vor dem Neustart wagen. Zack, hatte ich den Endgegner gleich beim ersten Mal besiegt. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass das FUUUUUUUUU in diesem Moment noch viel größer war.

Auf Platz zwei liegt ein Game Boy Klassiker aus meiner Kindheit: Mega Man. Der kleine Roboter hatte mich so weit, dass ich fast meinen Game Boy zerschmetterte! Dieses verfluchte EISLEVEL!!! Ich habe es nie geschafft das Spiel zu beenden und es liegt immer noch auf meinem Pile of Shame der unbespielten oder nicht abgeschlossenen Games.

Und mein absolutes FUUUUUUUUU Spiel, mit gewaltigem Abstand von allen anderen: Super Ghouls´n Ghosts für den SNES. Klar, da die Spiele damals nicht so umfangreich waren, weil wenig Speicherplatz, schraubte man den Schwierigkeitsgrad etwas in die Höhe. Aber der Schwierigkeitsgrad bei Super Ghouls´n Ghosts war für meinen Geschmack etwas zu überschraubt. Zahllose male bin ich bei dem Spiel verreckt. Und als ich es dann endlich besiegt hatte, wie ich meinte, wird mir gesagt, ich müsste es gleich nochmals durchspielen, damit ich es wirklich beenden kann. Mit einem nochmal hochgeschraubtem Schwierigkeitsgrad. Das FUUUUUUUUU, das aus meiner Kehle Kroch, konnte die Entwickler von Capcom in Japan sicher hören. Es kommt immer noch vor, dass ich nachts schweißgebadet Aufwache und mich dabei erwische, wie ich die in meinem Hirn durch zahllose Wiederholungen eingebrannten Tastenabläufe rezitieren. FUUUUUUUUU auf ganzer Linie.

Boah, diese Erinnerungen haben mich wieder ganz schön in Rage gebracht.

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52 Games: Wasser

Und schon wieder der nächste Beitrag für das Zockwork Orange Projekt 52 Games. Aber es würde ja nicht 52 Games heißen, wenn man nicht jede Woche ein Thema zu bearbeiten hätte. Und außerdem ist das eine schöne Chance, hier regelmäßig Leben einzubringen. Nachdem wir alle letzte Woche zu Kindern in Videospielen unseren Senf gegeben haben, lautet das Thema für Runde 16 Wasser.

Wasser kommt in Computer- und Videospielen in den unterschiedlichsten Arten und Weisen vor. Mal dient es als Rennstrecke, mal als Begrenzung eines Levels und mal einfach als das Medium, durch dass man schwimmenderweise hindurch muss. Mich hat jedoch ein Spiel besonders Begeistert, in dem das Wasser als Lebensraum genutzt wird. Naja, nicht direkt das Wasser, aber ziemlich genau unter Wasser. Ich spreche natürlich von BioShock.

Mitte der 50ger Jahre hatte ein gewisser Andrew Ryan die Schnauze voll von der Welt und besonders von der Gesellschaft, die sich auf ihr breitgemacht hatte. All die vielen politischen Systeme, Religionen und Wirtschaftsformen waren ihm viel zu bestimmend und engten ihn, und eine Gruppe von Gleichgesinnten, so stark ein, dass sie sich einfach nicht mehr frei entfalten konnten. Also beschloss man kurzerhand eine eigene Gesellschaft zu gründen, frei von weltlichen Zwängen. Und wo sollte das besser gehen als auf dem Grund des Pazifiks, der einerseits noch niemandem gehörte und andererseits unerwünschte Besucher fernhalten würde. Mit hohem finanziellem und personellem Aufwand baute man schließlich Rapture, die Stadt unter den Wellen.

Doch viel mehr möchte ich auf den Spielinhalt gar nicht eingehen, außer, dass BioShock und auch der Nachfolger, mit zu den besten Shotern gehört, die ich bisher gespielt habe. Und Wasser trägt dazu einen erheblichen Teil bei. Durch jedes Fenster, an dem man in Raptuere vorbei läuft, blickt man in das unergründliche blauschwarz des Ozean. Fischschwärme ziehen langsam vorbei und Algen tanzen geisterhaft in unsichtbaren Strömungen. Der hohe Wasserdruck, der auf den Stahlkonstrukten, aus denen Rapturen besteht, lastet, lässt die gesamte Anlage knirschen und stöhnen wie einen gewaltigen, eisernen Walfisch. Hin und wieder platzt ein Ventil und Wasser füllt eine Sektion mit brutaler Geschwindigkeit. Überall tropft es von den Decken. Es gluckert, spritzt und platscht. Und wenn man über Konsolen Geruch wahrnehmen könnte, dann würde sich das heimische Wohnzimmer sicher schnell mit einem nach Salz riechendem Dunst füllen und die „gefangen unter Wasser“-Atmosphäre wäre perfekt.

Doch auch so schon macht BioShock mit dem Einsatz des Wassers alles richtig. Für den Helden, also uns, ist es der einzige Weg, der uns in die Freiheit bringen könnte. Gleichzeitig ist es jedoch unser größter Feind (abgesehen von den Supermutanten, dem Horror und dem Chaos, welche überall auf Rapture zuhause sind) und zeigt unbarmherzig seine vollkommene Überlegenheit.

Hach, wenn ich darüber so sinniere, möchte ich das Spiel gleich wieder einwerfen und erneut durchspielen. Von der Badewanne aus. Oder zumindest mit meinen Füßen in einer Schüssel voller Salzwasser.

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52 Games: Thema 15 – Kinder

Endlich die 15 Runde des ZockWork Orange Projektes “52 Games”! Kleiner Spaß, denn hier bei blogios sind wir eigentlich erst bei No.1. Dank der Blogpause habe ich nämlich die ersten 14 Runden des tollen Projektes verpasst. Das soll sich nun natürlich ändern. Doch worum geht es bei “52 Games” eigentlich?! Jede Woche wir ein anderes Thema vorgestellt, zu dem man dann ein Videospiel auswählt und eine kurze, persönliche schreibt und darin erläutert, warum man sich genau für dieses Spiel entschieden hat. Und da, wie der eine oder andere sicher schon mal mitbekommen hat, ich auch gerne mal zocke, finde ich das Projekt extrem interessant! Legen wir los mit dem Thema: Kinder.

Zum Thema Kinder fällt mir spontan und sofort ein Titel ein: Paperboy für den Commodore 64.

Und das aus drei Gründen:

  1. spielt man in dem Game einen Jungen, der mit seinem Fahrrad eine Straße entlang fährt und dabei Zeitungen zustellt. Ziel des Spieles ist es, möglichst viele Zeitungen schwungvoll in Briefkästen zu befördern und sich dabei nicht von übergewichtigen Joggern verprügeln, bissigen Hunden beißen und Autos überfahren zu lassen. Nich immer ganz einfach und ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich es nie eine ganze Woche lang geschafft habe (das Spiel hatte 7 Level, für jeden Tag der Woche einen). Und warum macht der Fahrrad fahrende Junge das?! Genau, er braucht Kohle für ein besseres Fahrrad. Was uns direkt zum zweiten Punkt führt. Denn…
  2. ich habe als Jugendlicher auch eine Zeit lang Zeitungen ausgetragen, weil ich mir was tolles dafür kaufen wollte. Zwar war ich dabei zu Fuß und nicht mit meinem Rad unterwegs, aber die Arbeit ging mir mindestens genauso schwungvoll von der Hand. Eine kurze Nachricht an alle Leute, die im Mai/Juni 1998 ihre Zeitung in meinem Leifergebiet nicht bekommen haben: es tut mir leid, aber sie können diese sicher noch in der großen, blauen Tonne hinter dem örtlichem WEZ-Supermarkt finden. Und…
  3. habe ich das Spiel als Kind auf meinem ersten Computer, dem glohreichen Commodore 64 gespielt! Zwar hatte ich vorher schon den Atari 2600, aber das war mehr eine Konsole, denn beim Commodore musste man schon einige Befehle auswendig lernen, wenn man die Spiele starten wollte. Das berühmte LOAD “LIST”,8,1 wird mir sicher bis nie aus dem Kopf gehen. Ah, was waren das noch für schöne Zeiten…

Und damit sind wir schon am Ende der ersten, ich meine fünfzehnten Runde.

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