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gesehen: Hell

Huch, Glücksgriff?! Was ist denn da mit dem deutschen (der Film ist halb deutsch und halb schweizerisch, da aber die Hauptsprache deutsch ist, werde ich hier vom deutschen Film erzählen) Film passiert?! Zwar ist die Idee nicht neu und man bedient sich ordentlich be The Road, aber trotzdem ist Hell ein überrschend gut gelungener Film. Und das aus Deutschland.

Wir schreiben das Jahr 2016. Der Klimawandel hat voll zugeschlagen und weltweit steigen die Temperaturen um mehr als 10°C. Aus irgendeinem grund, auf den nicht näher eingegangen wird, scheint auch die Sonne heller und viel intensiever. Richtig dunkel wird es nicht mehr. Wer sich längere Zeit in der prallen Sonne aufhält, erleidet schlimmste Verbrennungen. Wasser ist ein rares Gut, denn die größten reserven sind verdunstet. Dementsprächend gibt es kaum noch Tiere und Pflanzen, von denen man sich hätte ernähren können. Viele Menschen sind tot, aber es gibt einige Überlebende. Wie immer.

Zwei Schwestern sind mit einem Bekannten auf dem Weg in die Berge. Die Idee: in den Bergen gibt es bestimmt noch Wasser. Doch die Reise ist kein Zuckerschlecken. Versperrte Straßen, Banditen und die stets glühende Sonne machen den Raodtrip zu einer Horrorfahrt. Schnell wird die Gruppe getrennt, entführt und verschleppt. Aber dann findet man doch wieder zusammen. Unter welchen Umständen, dass solltet ihr selber herausfinden, denn mit dem Spoiler würde ich euch das ganze vergnügen kaputt machen.

Hui, hätte einen solchen Film nicht aus deutscher Produktion erwartet. Gar nicht übel. Das ganze ist stellenweise extremst überbelichtet, was sehr gut den Eindruck einer erbarmungslosen Sonne übermittelt. Die schauspielerische Leistung ist ok. Schon nach wenigen Minuten hasst man den einen Teil der Gruppen und mag den anderen. Langeweile kommt nicht auf. Es gibt einige sehr unterhaltsamme Twists und wenn man denkt “jetzt gehts richtig los”, ist der Film auch schon zu Ende. Meiner Meinung nach bedient sich Regisseur Fehlbaum stark an Hollywoodstreifen The Road mit Viggo Mortensen, der nach der Buchvorlage von Cormac McCarthy (unter anderem: no country for old man) gedreht wurde. Doch das ist überhaupt mich schlimm. Denn auch so entwikelt Hell eine eigene Dynamik und kann überzeugen.In welche Kategorie ich Hell jedoch stecken sollte, weiß ich nit genau. Irgendetwas zwischen Horror, Action und Thriller wird es aber schon treffen.

Weiter so, deutschsprachiger Film!

P.s. das Wortspiell Hell für hell und Hölle auf englisch ist natürlich ein sehr rafinierter Schachzug. Hut ab.

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Die Tatort Kontroverse

Ich wollte eigentlich nie etwas über den Tatort schreiben, obwohl ich diesen ja schon lange wohlwollend begleite. Ja es gibt gute Tatorte und schlecht, spannende und langweilige, innovative und welche, da setzt der Rost schon an. Doch ich glaube, dass kein anderer Tatort mehr kontroverse Meinungen hervorgerufen hat, als die gestern ausgestrahlte Folge aus Hamburg. Zumindest habe ich das noch bei keiner anderen Folge so mitbekommen.

Gestern lief die neue Reihe mit Til Schweiger an. Genau der Til Schweiger, bei dem ich der Meinung bin, dass sein bester Film Inglourious Basterds war, da er dort die ganze Zeit die Fresse gehalten hat. Ok, Manta Manta, da hatte der auch noch einen starken Auftritt. Mir persönlich hat der Tatort überhaupt nicht gefallen. Das hatte null mit Polizeiarbeit zu tun, war Stirb Langsam in billig und über die Witze konnte ich auch nicht lachen. Viele der Kommentare, die ich im Internet dazu gelesen habe, gingen in eine sehr ähnliche Richtung. Doch dann gabe es auch viele Zuschauer, die einer ganz anderen Meinung waren. Die fanden die neue Reihe super, aktionreich und endlich mal was anderes. So Unrecht haben Sie ja nicht. Der Tatort war wirklich mal was anderes. Erst schießen, dann fragen. Alle Frauen verlieben sich in Til, dessen Namen, Nick Tschiller, ich ja immer noch sehr lächerlich finde. Und dann packen wir die Wohnung des Kommisars so voll mit Klischees (Tochter, Motorad, Kochkünste, z.B.), dass man fast das charakterliche Kotzen bekommt.

Naja, lassen wir das man so smikommentiert stehen. Denn eigentlich ist es doch ganz gut, wenn eine, vielleicht manchmal etwas eingestaubte Sendung, sich teilweise neu erfindet und dadurch neue Zuschauer gewinnen kann. Und vielleicht gibt es ja den anderen Tatorten mal ein wenig Ansporn auf hohe Zuscheuerzahlen zu zielen, ohne den Bundes-Til in den eigenen Reihen zu haben. Harren wir der Dinge, die da noch kommen mögen.

Btw. Meine Lieblingstatorte sind: München, weil da einfach zwei Originale auftreten; Münster, weil der einfach sehr unterhaltsam ist; Kiel, wiel der meistens doch Sinn macht & Dortmund, weil der doch Komplexer als gedacht ist.

Und bei euch?! Was haltet ihr von neuen Hamburger?! Was sind eure Top3 Tatorte udn welche könnt ihr überhaupt nicht leiden?!

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gesehen: Django Unchained

Der nun folgende Beitrag entfaltet seine volle Wirkung, wenn ihr euch diesen selbst vorlest. Mit einer ruhigen, von Whisky und Zigarren zerfressenen Stimme, die in einem monotonem Singsang tief aus eurer Kehle dring. Dazu könnt ihr euch gerne einen alten Mann an einer Gitarre vorstellen, der sein bestes an diesem Instrument gibt, obwohl er an jeder Hand nur noch zwei Finger hat. Legt los…

Sein Name war Django. Er war ein aufmüpfiger Sklave, der Mitte des 19Jhd irgendwo im gottverlassenem Wildem Westen von seiner Frau getrennt und verkauft wurde. Zu seinem Glück befreite ihn ein deutscher Kopfgeldjäger, da er diesem Kopfgeldjäger bei einem Auftrag helfen sollte und zugleich auch Rache an seinen Peinigern nehmen konnte. Das Kopfgeldjägergeschäft gefiel Django gut und er war auch sehr geschickt im Umgang mit dem Revolver. Also beschlossen er und der deutsche Kopfgeldjäger den Winter über zusammen zu arbeiten, um im kommenden Frühjahr Djangos verschollene Frau zu finden und aus den Händen eines Sklavenhändlers zu befreien. Quentins Tarantinos Film „Django Unchained“ erzählt genau diese Geschichte. Und das richtig gut.

Ok, ihr könnt jetzt wieder normal weiterlesen. Ich war ziemlich baff als ich nach dem Kino gekommen bin, denn was da die letzten 150min präsentiert wurde, war ganz große Unterhaltung. Wieder einmal schafft es Tarantino ein nicht ganz so leichtes Thema in einen spannenden, unterhaltsamen und lustigen Film zu verpacken, ohne jedoch über das Ziel hinaus zu schießen. Das die schauspielerische Leistung, die Aufnahmen und der Soundtrack auf höchstem Niveau sind, braucht man eigentlich kaum noch zu erwähnen. Und natürlich gibt es, in alter Tarantino Manier, auch ein paar Szenen, in denen das Blut nur so von links nach rechts spritzt. Aber diese sind gut über den ganzen Film verteilt, sodass es nicht zur Metzelorgie ausartet. Lustig wird es, wenn der deutsche Kopfgeldjäger die Geschichte Djangos mit dem Nibelungenlied vergleicht und entsetzt fragt, wie er es denn ablehnen könnte Django, dem schwarzen Siegfried, zu helfen seine Brunhilde zu finden, wo er doch Teil eines deutsch amerikanischen Mythos werden könnte.

Jamie Foxx, Christoph Waltz und Leonardo DiCaprio spielen überragend. Was mich jedoch ein wenig gestört hat war, dass Waltz scheinbar immer in eine Schublade gesteckt wird und sich die von ihm dargestellten Charaktere oft sehr ähneln. Auch in Django Unchained spielt er einen etwas arroganten und besserwisserischen Typen, der immer das letzte Wort hat und als letzter lacht. Sehr ähnliche Charaktere hat er auch schon in Inglourious Basterds oder der Gott des Gemetzels gespielt. Ich hoffe, dass er sich auch von diesem Image lösen kann und irgendwann mal eine andere Rolle spielt.

Aber, um es abschließend auf den Punkt zu bringen: GUCKT DIESEN FILM.

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gesehen: der Hobbit

Hach, Weihnachtszeit. Maßlos essen, alle Bücher auslesen, die über das Jahr hinweg liegengeblieben sind und natürlich den einen oder anderen Film gucken. Also war ich im Kino und sah mir den Hobbit an. In 3D und HFR. Doch vorab eine kurze Anekdote aus meiner Jugend.

1996, ich war gerade 12 Jahre alt geworden, ein guter Kumpel damals erst 11 und wir wollten unbedingt Independence Day im Kino gucken. Das große Hindernis: der Film war ab 12! Doch bei und auf dem “Dorf”, mit Kino in dem man sogar noch rauchen durfte, wurde noch nie der Ausweis kontrolliert. Zumindest nicht bis zu diesem Abend. Irgendwie mussten dem Ticketverkäufer unsere Gesicheter nicht gefallen haben, denn während ich hätte passieren dürfen, durfte mein Kumpel nicht. Er war ja auch erst 11. Wir durften noch nichtmal seine Mum anrufen und ihr sagen, dass sie uns bitte wieder vom Kino abholen sollte. Und an Handys war damals noch nicht zu denken. Also stiefelten wir mitten durch die kalte Nacht zu dem Haus eines weiteren Kumpels und telefonierten dort. Für uns war die Sache eigentlich erledigt, doch die Mutter meines Kumpels war stinksauer. Also fuhren wir am kommenden Tag noch mal zum Kino und die Mutter knüpfte sich den Kinomann vor. Sie machte ihn so rund (was ihm denn einfallen würde, uns mitten in der Nacht aus dem Kino zu werfen und nicht einmal telefonieren zu lassen), dass wir nicht nur kostenlos in den Film kamen, sondern auch noch mit Popcorn und Cola frei Haus versorgt wurden. So sparten wir uns locker 10DM pro Nase (inkl. Knabberzeug + Getränke).

Für der Hobbit bezahlten wir an einem Freitag + 3D + Überlänge +HFR (von dem ich ehrlich gesagt nichts mitbekommen habe) und ohne Popcorn und Cola 13,50€. Pro Person. Dorch darüber ärgern kann ich mich ja auch noch ein anderes mal.

Der Hobbit also. Die ersten 90min waren ziehmlich lahm. Die zweiten dagegen richtig gut. Trotzdem kann ich mit immer noch nicht vorstellen, wie die aus 300 Seiten Buchvorlage, 3 abendfüllende Kinofilme machen wollen. Schon im ersten Film wurde meiner Meinung nach unnötig gestreckt und in die Länge gezogen. Szenen wurden dazugedichtet und Charaktere, denen im Buch kaum zwei Zeilen gewidmet wurden, in den Vordergrund gestellt. Zwei Stunden Film hätten aus auch getan. Aber ansonsten war ich zufrieden. Das 3D kam gut rüber, die Aktion-Szenen richtig fetzig und Details, Details, Details! Peter Jackson versteht es wirklich Fantasy-Spektakel zu inszinieren. Wer sowas mag, der sollte sich den Film wirklich ansehen!

So und jetzt hat mir die Realität mal wieder eine gute Pointe versaut. Immer wieder hörte ich in letzter Zeit Leute, hauptsächlich Mädels, erzählen: – wir gehen heute den KLEINEN Hobbit gucken.- – Wir haben gestern der KLEINEN Hobbit geguckt! – und so weiter. Dabei heißt der Film nur “der Hobbit”! Ich hatte mir schon einen passenden Spruch für die nächte Gelegenheit zurechtgelegt, der in etwa so lauten würde: gute Frau, ich muss Sie leider korrigieren. Den Film, denn Sie gleich sehen werden, bzw. vorhin gesehen haben, heisst der Hobbit und nicht der kleine Hobbit. Der kleine Hobbit ist höchstens das Ding, das Ihr werter Hr. Freund in der Hand hält, wenn er vor einem Pissoir steht. Das mag es auch gerne sich in dunkle und feuchte Höhlen zu verkriechen.

Naja, blöd nur, dass das Buch wirklich der kleine Hobbit heißt.

In diesem Sinne wünsche ich einen guten Rutsch. Man ließt sich 2013!

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gesehen: Skyfall

Ich kann mich wirklich nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte mal einen bescheidenen Film im Kino gesehen habe. Und so wurde ich auch gestern Abend nicht enttäuscht und kann mit gutem Gewissen sagen, dass der neue Bond wirklich nicht schlecht ist. Es ist jetzt auch kein Meiserwerk, der diverse Auszeichnungen und haufenweise Lob und Anerkennung verdient hätte, aber es ist ein grundsolider Film und perfektes Feierabend-Action-Kino.

Wieder gibt es eine geheime Insel, einen superfiesen Superschurken, ein hübsches Bond-Girl, reichlich Action, die obligatorische Verfolgungsjagd und den übertriebenen Luxus, den man aus den Bond-Filmen schon gewohnt ist. Nachdem Bond von einem längeren Urlaub zurückkehrt, macht er sich gleich wieder an die Arbeit und muss einen Ex-Agenten, der die Geheimagenten des MI6 auffliegen lassen möchte, dingfest machen. Dafür geht es natürlich nicht nur um die halbe Welt, sondern auch das eine oder andere Bond-Spielzeug aus dem Hause Q (ein übrigens rundum erneuerter Q) kommt dabei zum Einsatz. Von den tief psycholigischen Auseinandersetzungen zwischen Bond und seiner Chefin M und der oscarreifen, charakterlichen Entwicklung Letzterer, von der ich in eingen Zeitungen und Netz-Artikeln zum Film gelesen habe, bekam ich gestern Abend nicht viel mit. Hat mir aber auch nicht sonderlich gefehlt. Ich bleibe auch bei der Aussage, dass Daniel Craig der beste James Bond ist! Punkt.

Kleiner Funfact zum Abschluss: die bisherigen 22 Bond-Filme (also ohne Skyfall) haben, wenn man sie um die Inflation bereinigt, fast 13 Milliarden US-$ eingespielt und dabei etwa 3,3 MRD US-$ in der Produktion gekostet. Das entspricht nicht nur etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Albanien, nein, das ist auch eine Rendiete von fast 400%. Also, wenn ihr mal noch ein paar Euro über habt, investiert in den nächsten Bond.

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ZDF Fußballstrand vom Mars

Und gleich noch ein Beitrag zur Fußball EM 2012. Bessergesagt zu der Übertragung und Moderation, die da auf unser aller Bildschirmen erscheint. Denn langsam halte ich das echt nicht mehr aus und muss es hier loswerden.

Was ist den der ZDF Fußballstrand bitte für ein Format?! Eine Plastikinsel in der trüben, brauen Ostsee, mit Musikeinlagen und zwei Moderatoren, die so überzeugend wirken, als würden Jürgen Kohler und Matthias Sammer den sonntäglichen Fehrnsehgarten begleiten. Dazu ein begeistertes live-Publikum, dass wahrscheinlich dafür bezahlt wird in den Strandstühlen Platz zu nehmen oder sonst keinen Ort hat, wo es hingehen könnte.

Warum baut man auf Usedom ein wahnsinns Studio auf und schickt die Moderatoren und Reporter nicht einfach dahin, wo der Ball dann auch wirklich rollt?! Die Kollegen von der ARD bekommen das doch auch super hin. Und außerdem schaffen die es auch bei jedem Spiel kompetentes Personal am Start zu haben, welches spezifisch für die Spiele ausgewählt wird und dann auch wirklich einen unterhaltsamen Beitrag liefern kann. Nichts gegen den Titanen, aber der hatte schon nach derm ersten Abend sein Pulver verschossen und verliert sich mittlerweile in Phrasen und Sachen, die er schon zwanzig mal gesagt hat. Da hilft es auch kaum, dass eine jungen Online-Reporterin das ganze wieder aufbessern will in dem sie dem Kahn einen Twitteraccount aufzwingt und live mit ihm den ersten Tweet verfasst.

Zu Frau Müller-Hohenstein möchte ich mich schon fast gar nicht äußern, da sie meiner Meinung nach so Kompetent ist, wie ein Pavian in der Deutsche Bahn Schaltzentrale (sorry an die Pavian-Gesellschaft, die hier für den schlechten Vergleich herhalten muss). Es tut mir wirklich schon fast körperlich weh, wenn ich die Hohenstein debil in die Kamera grinsen sehe und dabei daran denken muss, dass ich das ja auch noch mit den von mir gezahlten GEZ-Millionen finanziere! Da hätte das ZDF lieber neue Meinzelmännchen Spots drehen können und die Fußballübertragung Leute überlassen, die auch was können. Von diversen Tonproblemen während der Sendezeit möchte ich erst garnicht anfangen, aber wahrscheinlich ist es von Usedom aus schwieriger zu senden als vom Mars.

Sorry ZDF, aber das war mal ein echter Griff ins Klo. Bei der anstehenden Übertragung der Championsleague und diverser noch folgender WM´s und EM´s geht ihr bitte wieder in die Stadien, okey?!   

Edit 150612: die Zeit hat in ihrem Blog nochmal das unterhaltsame Gespräch um Kahns ersten Tweet dokumentiert. Lesenswert, besonders auch die Kommentare dazu.

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gesehen: Misfits

Na da hat mir doch ein Kumpel mal eine recht coole Serie empfohlen: Misfits. Es geht um eine Gruppe von 5 Jugendlichen, die gerade dabei sind ihre Sozialstunden abzuleisten als sie plötzlich von einem Sturm erfasst werden. Vom Blitz getroffen stellen sie nach und nach fest, dass sie durch dieses Unglück Superkräfte verliehen bekommen haben. Und so geht es los, diese Kräfte zu erforschen und auszuprobieren.

Doch die Kräfte haben es manchmal in sich. Während der eine sich unsichtbar machen, oder eine andere Gedanken lesen kann, bekommt ein anderes Mädchen eine doch eher ungewöhnliche Kraft: sie wird hyersexuell. Das bedeutet, dass jeder, der mit ihr Hautkontakt aufnimmt, sofort mit ihr schlafen, ja, sie sogar vergewaltigen möchte. Strange. Und während die Fünfergruppe noch recht normale Kräfte hat, sind die ihrer Gegenspieler viel extremer.

Doch eigentlich geht es weniger um die Superkräfte, als um die Jugendlichen an sich. Jeder von denen hat nämliche seine eigenen Probleme und ist natürlich nicht umsonst beim Sozialdienst. Es ist richtig unterhaltsam zuzusehen, wie die einzelnen Geschichten aufgerollt werden und sich die Charaktere im Laufe der Serie weiterentwickeln und untereinander verhalten.

Ich habe jetzt fast die ersten beiden Staffeln durchgesehen (sind auch nur 13 Folgen a 45min) und bin ganz gut zufrieden. Zwar bin ich der Meinung, dass die erste Staffel deutlich besser ist als die zweite, aber das liegt vielleicht auch dem leichten Umschwung des Genres. Währen die ersten Folgen noch mehr in Richtugn Comedy gehen, wird der Ton ab Season zwei etwas düsterer und ernster. Bin gespannt wie es weitergeht.

Wenn sich jemand in die Sendung mal reingucken möchte, dann sollte er/sie es definitiv auf englisch, also im Original machen. Ich kann mir gut vorstellen, dass 80% der Witze im deutschen nicht zünden.

Und zum Schluss: die musikalische Untermalung des ganzen ist einfach großartig.

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Olli Schulz(kowski)

Meiner Meinung nach gibt es nur einen Grund um NeoParadise zu gucken. Dieser Grund hat lange Beine, volles Haar und hört auf den Namen Schulz, Olli Schulz. Der gebürtige Hamburger ist nämlich nicht nur ein 1a Musiker, sondern auch ein wahnsinns Komiker. Und ich glaube, dass der sich null anstrengen muss, um witzig zu sein. Ganz im Gegenteil zu den beiden Moderatoren der Show.

Eine kleine Kostprobe?! Aber sagt nicht, dass ich keinen gewarnt habe. Ich lag bei dem Clip, bei dem Olli Schulz, a.k.a. Olli Schulzkowski, auf der Berlinale 2012 seine journalistischen Spitzfindichkeit unter Beweis stellt, auf dem Boden.

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gesehen: Game of Thrones – Season 1

Da war ich also, mitten in meinem übelst langem Wochenende und überlegte, welche Projekte ich wohl bewerkstelligen könnte. Und da fiel es mir ein. Die haben sich doch letztens eine deiner Lieblingsromanserien vorgeknüpft und diese auf die Leinwand, hmm, tschuldigung, auf die Mattscheibe gebracht! Game of Thrones! Natürlich! Und auf DVD ist die auch schon raus. Also schnell beim lokalen DVD-Händler vorbei und das Ding eingepackt!

Wieder zuhause hatte ich noch rund 50h minus Champions League Finale Zeit um mir die 10 Folgen anzusehen. Doch bei einer durchschnittlichen Länge von 50min pro Folgen, müsste das doch zu schaffen sein. Einzig was mir und dem Serienspaß noch im Weg stand war meine hohe Erwartung. Wie Anfangs schon erwähnt, bin ich großer Fan der Romane von George R.R. Martin, habe alle mehrmals gelesen und zweifelte noch ein wenig an einer filmischen Umsetzung. Doch meine Sorgen waren völlig unbegründet.

Schon alleine als ich im Intro gelesen habe, dass David Benioff (übrigens auch einer meiner Lieblingsautoren) die Drehbücher für die Serie geschrieben hat, wusste ich, das wird was. Und so war es dann auch. Gleich von der ersten Folge an fällt man tief nach Westeros. Man lernt die vielen unterschiedlichen Schauplätze und Charaktere kennen. Und man kann sich in beides ganz schnell verlieben, denn alles ist mit sehr viel Liebe zu Detail herausgearbeitet. Die Schauspieler sind mit Bedacht ausgewählt und man merkt, dass George R.R. Martin bei der Umsetzung der Serie viel Mitspracherecht hatte.

Das Ganze hält sich sehr eng an der literarischen Vorlage und handelt mit der ersten Staffel das Geschehen aus dem ersten Band ab. Inklusive der ganzen Gewalt und dem Sex. Das einzige was mich etwas…extrem gestört hat, war die Deutsche Synchronisation. Da werden Städtenamen eingedeutscht und das wirklich lächerlich. Aber das liegt wohl daran, dass sich die Synchronsprecher an der deutschen Buchvorlage orientierten. Tja, zum Glück kann man DVD ja leicht auf Englisch umstellen.

Von meiner Seite gibt es eine eindeutige Anschau-Empfehlung. Und wer nicht Jahre auf die kommenden Staffeln warten möchte (Season 2 wird gerade im Pay-Tv ausgestrahlt), der kann sich ja mal die Bücher vornehmen (bisher 5 Stück) und sich durch die knapp 4000 Seiten arbeiten. Es lohnt sich.

Und hier noch ein eine interessante Info: Die Romanserie ist auf insgesamt 7 Bände ausgelegt. Da Georg R.R. Martin für den letzten Teil 6 Jahre gebraucht hat und auch nicht mehr der Jüngste ist, gibt es natürlich Bedenken, ob er denn die Serie jemals zu Ende schreiben wird. Genau aus diesem Grund hat er den Produzenten schon verraten, was er für die beiden letzten Teile geplant hat, damit die zur Not die Serie auch ohne ihn beenden können. Tricky. Natürlich mussten die Filmleute eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben. Und wir wünschen George natürlich noch ein langes, gesundes und glückliches Leben.

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Fußball – oder das Herz der Finsternis

Man sagt ja, das Fußball Weltmeisterschaften ihre eigenen Gesetze haben. Gleiches könnte man auch von Relegationsspielen behaupten. Einige werden gestern sicher das Spiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha Berlin gesehen haben. Und wer das Spiel nicht gesehen hat, wird bestimmt heute morgen davon in der Zeitung oder im Internet gelesen haben.

Worum ging es eigentlich?! – Seit einigen Jahren gibt es im deutschen Fußball wieder Relegationsspiele. D.h. es gibt zwei Finalspiele, in denen sich der Drittletzte der ersten Liga mit dem Dritten der zweiten Liga misst. Der Gewinner spielt in der kommenden Saison erstklassig. Der verlierer muss in die zweite Liga. Diese Spiele sind immer besonders brisant, da es um viel Prestige, Ansehen und natürlich Geld geht. Doch was gestern in Düsseldorf passierte, hat man so selten gesehen. 

Bei einem Spielstand von 2:2 gabe es in der 90sten Minute ganze 7 Minuten Nachspielzeit, da das Spiel vorher schon öfter unterbrochen werden musste, da Fans der Fortuna Hertha Feuerwerkskörper auf das Spielfeld warfen. Wäre das Spiel zu dem Zeitpunkt zuende gewesen, würde Düsseldorf in die erste Liga aufsteigen, da Sie das Hinspiel in Berlin mit 2:1 gewonnen hatten. Hertha warf natürlich alles nach vorne, den ein weiteres Tor zum 2:3 würde Verlängerung und damit noch die Chance auf den Gesamtsieg bedeuten.

Doch plötzlich stiegen hunderte von Düsseldorfanhängern über die Trübunen und positionierten sich am Spielfeldrand, um nach Abpfiff ihre Mannschaft zu feiern. Nach einer vergebenen Düsseldorfer Chance in der 96sten Minute stürmten die Fans mit Fahen und Pyrotechnik das Spielfeld. Der Schiedsrichter hatte aber noch nicht abgepfiffen (es war ja noch gut eine Minute zu spielen), brach das Spiel aber ab und verschwand in der Kabine. Auch die beiden Teams verließen das im Chaos versinkende Spielfeld fluchtartig. Nachdem sich die Lage wieder beruigt hatte (ca. 20min später), pfiff der Schiedsrichter die Partie wieder an. Hertha gelang kein Tor mehr und somit waren die Berliner abgestiegen. Das Spielfeld wurde sofort wieder von Fans gestürmt.

Soviel zum Stand der Dinge. Die Frage ist nun: wie geht es weiter?! Offizeill ist Düsseldorf auf- und Berlin abgestiegen. Jedoch muss man fairer Weise sagen, würde das Spiel nicht zwischenzeitlich unterbrochen worden sien, hätten die Berliner ja noch ein Tor machen und damit die Verlängerung erzwingen können. Eine möglichkeite wäre, dass der Hauptstadtclub jetzt Einspruch gegen das Ergebnis einlegt und damit ein Nachholspiel fordert, welches dann wohl unter Ausschluss der Zuschauer stattfinden würde.

Mir ist das ja eigentlich egal, denn ich brauche weder Düsseldorf noch Berlin in der ersten Liga. Die Frage, die sich mir jedoch stellt ist nochmals: wie geht es weiter?! Es kann meiner Meinung nicht sein, dass es zu solch einer Situation in einem modernem Stadion wie dem von Düsseldorf kommt. Überhaupt, dürfte es zu solchen Situationen in keinem Stadion kommen. Was wird das jetzt für Folgen haben?! Müssen in allen Stadien jetzt Sicherheitszäune aufgestellt werden, die die Spieler vor den Fans abgrenzen?! Werden Ticketpreise steigen, damit Fußballvereine mehr Sicherheitskräfte an den Spielfeldrand positionieren können?! Muss man zukünftig ein polizeiliches Führungszeugniss bei Kauf von Fußballkarten vorlegen und beim Stadioneingang durch einen Nacktscanner laufen?!

Alles in allem glauebe ich, dass das gestern ein schwarzer Tag für den Fußball war, der sicher einige neue Schikanen mit sich bringen wird. Und das nur, weil ein paar Idioten das Fußballvergnügen für die breite, friedliche Masse beeinflussen. Da blutet einem doch kräftig das Fußballfanherz.

Wie seht ihr das ganze?! Glaubt ihr, dass es aus dem gestrigen Spiel resultierende Folgen für andere Fans und Stadien geben wird?! Oder seid ihr der Meinung, dass sowas zum Fußball gehört?!   

P.s. Der FensterRentner hat da auch einen sehr bewegenden Beitrag zu geschrieben, dem ich nur 1000% zustimmen kann.

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