Ich finde Bands, deren Mitglieder noch eigenständig ihr Equipment vor der Show aufbauen müssen, super. Deshalb sind mir die beiden Hamburger Jungs von Bratze wahrscheinlich so sympatisch. Und da der Auftritt der Kapelle das letzte Konzert war, dass ich mir in Bremen ansah (muss 2008 gewesen sein), war klar, dass ich deren Auftritt hier in Stuttgart nicht verpassen würde.
Der Auftritt in Bremen war legendär. Draußen war es bitterkalt, aber im Club hat die Menge so getobt, dass es von der Decke getropft hat und sich in den Verstärkern Kondenswasser bildete, was zu wiederholten Totalausfällen führte. Und da die Fenster nicht aufgemacht werden konnten, dauerte das Konzert dank Zwangspausen und improvisierten Akustik-Einlagen gefühlte 4 Stunden. Im Stuttgarter zwöfzehn lief alles wie am Schnürchen. Die Band spielte, die Menge (ist doch noch ganz schön voll geworden) tobte und alle hatten ihren Spaß. Ich muss ehrlicher Weise zugeben, dass ich nicht mehr ganz so auf dem Laufenden war, was das Duo so in letzter Zeit veröffentlicht hatte, aber auch die neuen Stücke sind wirklich sehr gelungen. Trotzdem behalte ich Bratze lieber in 2008 Erinnerung und feier am liebsten zu den Hits vom ersten Album- Kraft. Denn Knaller wie Im Auge Des Lachs, oder Jean Claude sind einfach unschlagbar und ich kann sie immer noch mitgröhlen. Wer auf Elektorpunk der ersten Stunde steht, bei dem auch ein wenig nachgedacht wurde, der hört rein und kauft die Alben. Die Jungs haben es auf jeden Fall verdient. Und wenn die mal bei euch um die Ecke spielen, geht hin. Allein der exzessive Einsatz der Nebelmaschine lässt einen schnell die läppischen 13€ Eintritt vergessen!
P.s. Hier, noch ein Schätzchen gefunden. Der kurze Beitrag zum Bratze Konzert 2008 auf dem alten Blog.

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