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Marketingverbrechen, die Zweite

Erst neulich beschwerte ich mich latent darüber, dass die Post wohl von Marketingkonzepten, seit der Einführung der 5stelligen Postleitzahl (wisst ihr noch, die gelbe Hand mit der coolen Sonnenbrille?!), wohl nicht viel versteht. Heute habe als Beispiel ein anderes Unternehmen, dass Kundenbindung unter ganz anderen Gesichtspunkten sieht. Nicht unbedingt besser, aber definitiv anders. Ich spreche von Karstadt und deren toller Kundenkarte, die ich seit Erwerb genau ein mal genutzt habe.

Vor etwa einem Jahr kaufte ich im besagten Kaufhaus einen Kühlschrank und eine Waschmaschine. Der erste Kühlschrank und die erste Waschmaschine übrigens, die ich in meinem Leben eigenständig erwarb. Und es ist ein großer Kühlschrank. Mein Lieblingskühlschrank. Aber ich schweife ab. Da ich damals mit dem Verkäufer gut klar kam und durchaus eine nicht unerhebliche Menge Cash in dem Laden lassen wollte, empfahl der besagte Verkäufer dem Karstadt-Club beizutreten. 10% Rabatt gab es dadurch auf den ersten Großeinkauf und Kosten entstehen mit der Mitgliedschaft nicht. Zugeschlagen. Seitdem falattert regelmäßig Werbepost bei uns zu hause rein. Und die hat es in sich.

Laut diesen Broschüren bin ich nähmlich wohl der weltbeste Karstadt-Kunde. “Herr kamil, wir freuen uns Sie immer wieder als treuen, wenn nicht sogar treusten, Kunden zu begrüßen und möchten Sie daher mit weiteren 500 Gurkenpunkten zuscheissen.*” Danke, liebes Karstadt-Profi-Marketing-Team. Ich freue mich immer extremst, wenn ich eure freundlichst geschriebenen Briefe in die Blaue-Tonne pfeffer. Oder läuft da tatsächlich jemand mit meiner Kundenclubkarte durch die Karstadt-Filialen dieses Landes und kauft ein als ob es kein Morgen gibt?! Wir werden es wohl nicht erfahren, aber auch diese Marketingstrategie ist für die Katz. Denn ihr müsst schon richtig verzweifelt sein, dass ihr jemanden so in den Hintern zu kriechen versucht, ob wohl dieser seit dem letzten Kühlschrank und der letzten Waschmaschine nie wieder was in eurem Haus erworben hat. Oder reicht es vielleicht, wenn ich in 9 Jahren wiederkomme und erneut Kühlschrank und Waschmaschine kaufe?! Wenn dem so ist, sehen wir uns in neun Jahren. Versprochen. Vielleicht.

Vielleicht aber seid ihr auch nur super freundlich und vielleicht klappt es ja doch hin und wieder, dass jemand euch sofort die Schiebetüren einrennt, wenn er einen 15% Coupon für Designer-Klobürsten in seinem Briefkasten findet. Und vielleicht tue ich euch aber Unrecht und ihr meint es wirklich gut mit mir und wollt nur das beste für mich, meine Familie und die Hauskatze. Dann schäme ich mich jetzt ein bißchen und komme in neuen Jahren definitiv wieder. Versprochen. Vielleicht.

*Kein original Zitat

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Alles neu macht der April

Bevor das ganze wieder ein alter Hut wird: ich habe meinen Job gewechselt. Meine Tätigkeit als freiberuflicher Unternehmensberater ist nach guten Jahren beeendet. Jetzt arbeite ich für den Konzern, der die Autos mit dem Stern vorne dran baut. Ich mache dort Entwicklungsmanagement und helfe dabei, dass Controller und Ingenieure sich verstehen und tolle, neue Produkte entwickeln. Damit bin ich mit meiner Ausbildung als Wirtschaftsingenieur genau in dem Job gelandet, für den ich studiert habe. Und es läuft echt gut.

Wenn ich so zurückblicke, sind die Inhalte aus dem Studium eher zweitrangig. Was ich wirklich aus den 5 Jahren mitgenommen habe ist das strukturierte Arbeiten und das systematisch, analytische herangehen an Problemstellungen. Allein dafür hat sich das Studium schon gelohnt.

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Kommunikation im Post-Business

Entweder laufe ich die letzten 3 Monate mit einem massivem Brett vorm Kopf durch die Gegend, oder die Post hat ihre letzte, große Kampagne mal richtig schlecht kommunieziert. Jetzt mal Hand aufs Herz und frei heraus: wer von euch hat mitbekommen, dass der Versand eines stinknormalen Briefes seit dem 01.01.2013 58 anstatt 55cent kostet?! Ich definitiv nicht.

Deshalb habe ich mich letztens ganz schön gewundert, als Arbeitskollegen mir mitteilten, dass ich 3cent Übergangsmarken kaufen müsste. Naja, scheinbar sind die Kollegen von der Post in der Hinsicht jedoch noch ganz kulant, denn ich habe dieses jahr definitiv schon ein paar Briefe zu 55cent verschickt und diese sind auch angekommen. Aber wo bitte lief denn die Information durch, dass es eine Preiserhöhung gibt?!

Besonders bedanken möchte ich mich in diesem Zusammenhand bei deim Kioskverkäufer unten an der Ecke. Der hatte nicht nur keine 3cent Übergangsmarken mehr, als ich dringend was versenden musste und zu hause schon eine 55cen Marke auf den Brief klebte (ich musste dann eine weitere 45cent Marke kaufen und einen Brief, ein paar Kilometer weit, für 1.10€ verschicken), nein, dieser Kisoskverkäufer hat mir auch noch vor 3 Wochen einen ganzen Satz 55ger Marken verkauft ohnen auch nur in einem Nebensatz darauf hinzuweisen, dass diese eigentlich nicht mehr funktionieren. Danke, Arschloch.

Klar, die 3cent Preiserhöhung bring mich nicht um und sicher auch niemanden anderen, aber es geht ums Prinzip! Oder habe ich doch so ein Brett vorm Kopf?!

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Das Litschi-Experiment…

…erkläre ich hiermit als gescheitert. Ich werde mich aus dem Amt als Litschi-Zuchtexperte zurückziehen und mit sofortiger Wirkung meine Litschi-Karriere beende. Hiermit gelobe ich auch feierlich, dass ich nie wieder auch nur einen Finger an einen Litschi-Kern legen werde. Dieses Experiment hat mich beinahe in den Wahnsinn getrieben und ich bin am Ende mit den Nerven. Meine geistige Stabilität tendiert einem kritischen Wert entgegen und deshalb ist jetzt schluss. Eine weitere Stellungnahme zu diesem Thema wird es nicht geben. Danke für Ihre Aufmerksamkeit, kamil, der Gefallene, Stuttgart, den 01.03. im Jahre des Herren 2013.

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Litschi-Zucht-Tagebuch Tag1

Es war mal wieder auf einer meiner zahlreichen Expeditionen in unerforschte Landstriche, als ich kurz vor dem Hungertod stehend, auf eine mir unbekannte Frucht stieß. Klein, rötlich braun und mit Warzen übersäht sah das Ding erstmal nicht sehr appetitlich aus und als ich mit meinen Fingern etwas Druck auf das Exemplar ausübte, quoll auch schon eine süßlichklebrige Fruchtfleischmasse daraus hervor. Nach kurzem Überlegen und großer Überwindung fasste ich mir ein Herz und probierte die unbekannte Erdengabe. O süßliche Gottesfrucht! Mein Leid war erlöst. Ich stopfte mich so voll dieser köstlichen Köstlichkeiten, dass ich wieder vollkommen zu Kräften kam und meine abenteuerliche Expedition erfolgreich abschließen konnte.

So oder zumindest so ähnlich wird es sicher gewesen sein, als der erste westliche Mensch die Litschi vorfand. Ganz bestimmt. Ich mag die Dinger ja eigentlich nur so halb, aber es interessiert mich trotzdem, ob ich es schaffe einen kleinen Litschi-Baum zu ziehen und zu züchten. Mit den Avocados klappt das ja auch schon ganz gut. Also beginnt hier das Litschi-Zucht Tagebuch.

Die Litschis befinden sich im Moment in ihrer Keimbasis. D.h. ich habe das Fruchtfleich abgelutscht und die Kerne in feuchte Watte gepackt (siehe Dokumentationsaufnahmen I und II).

I) Litschi Kern im Zuchtbehälter

I) Litschi Kern im Zuchtbehälter

Nun stehen diese an einem warmen Ort und ich erwarte erste Erfolge. Mal sehen, wie lange ich darauf warten muss und ob ich damit überhaupt Erfolg haben werde. Und falls sich einer von euch Gedanken über meinen geistigen Zustand macht: ja, mir ist durchaus bewusst, dass ich hier in unserer geographischen Lage keine Litschis werde ernten können. Das ist nämlich politisch verboten.

II) Litsch Keimlinge kurz vor der Keimung

II) Litsch Keimlinge kurz vor der Keimung

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abgegrillt

Ok, ich glaube, dass wir uns gut darauf einigen können, dass die diesjährige Grillsaison in die Winterpause geht. Auf jeden Fall haben wir letzten Donnerstag abgegrillt. Dabei musste ich immer noch den Grill einweihen, denn ich von guten Freunden zum Geburtstag geschenkt bekam. Doch das war ja erst im März. Definitiv kann ich berichten, das leichter Schneeregen und -3°C nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für einen gelungenen Grillabend sind. Doch, mit Grillanzünders Hilfe, ist es uns doch gelungen ein ordentliches Feuer in Gang zu bringen und darauf ein paar leckere Stücke Fleisch zu zubereiten.

Wintergrillen

Wintergrillen

Natürlich landeten keine 0815 Fleischbrocken auf unserem Grill. Sondern ganz besondere Fleischspezialitäten, zubereitet nach traditionellen Wintergrillrezepten eines gewissen Dr. Oe aus B. Unter anderem ließen wir uns Madras-Burger mit Mango-Chutney, Ananas, Curry und Mayo schmecken. Und wer davon schon nicht genug hatte, der bekam noch eine Grünkohl-Kohlwurst-Fackel mit Speck und Glühwein bis zum abwinken. Da hat es sich doch gelohnt stundenlang in der Kälte zu stehen und zu versuchen nicht an dem Wasser, was einem in Sturzbächen im Mund zusammenlief, zu ertrinken. Auf jeden Fall haten wir einen super Abend mit super Leuten und super Essen. Mahlzeit.

Wintergrillfleisch

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live: Bloc Party

Und dann gibt es diese Bands, die kannst du hundert mal hören oder live sehen und wirst ihrer nicht überdrüssig. The Hives z.B. Oder Beatsteaks & Queens of the Stone Age. Oder eben Bloc Party. Deshalb habe ich auch keine Sekunde überlegt, als ich laß, dass die vier Biten im November in Stuttgart aufspielen würden und orderte sofort Tickets. Und was soll ich noch sagen, es war wieder einmal eine große Ehre die Jungs aus London sehen zu dürfen. Warum?! Weil sie vom soften Pop über soliden Indie bis zum krachenden Rock einfach alles spielen können. Überzeugen. Punkt.

90min ein Hit nach dem anderen und dabei volle Konzentration auf die Alben 1 & 4, die meiner Meinung nach einfach die beiden besten sind. Und das Stuttgarter Theaterhaus ist einfach eine wundervolle Location, um großartige Konzerte zu sehen.

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Frage an Gott am Samstagvormittag

Samstagvormittag. Ein Klingeln an der Haustür. In meinem Kopf läuft die Anfrage ab, ob ich etwas bestellt hatte oder jemanden erwarte. Null Treffer. Ich nehme den Hörer der Gegensprechanlage ab und frage mit einem noch belegtem hallo wer denn da vor der Tür ist. “Guten Morgen Hr. kamil*,  wenn Sie Gott eine Frage stellen könnten, welche würde das sein?”. Kurz nachdenken. “Wo bleibt mein Steuerbescheid?!”. Schweigen auf der Gegenseite. Ich höre Regentropfen auf dem Gehweg zerplatzen. Im Hintergrund fahren Autos und wirbeln Wasser aus. “Aufwiedersehen,” kommt es plötzlich von vor der Tür. “Aufwiedersehen und einen schönen Tag noch,” antworte ich und lege den hörer wieder auf. Gott weiß wohl doch nicht alles.

*Name wurde von der Redaktion geändert

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Lord of the aircrafts

Wie heißt nochmal das Sprichwort?! Genau, “wenn dir eine Kuh in den Schoß fällt, melk sie bis sie Steaks scheißt”! Und den Neuseeländern ist eine ganz schön fette Kuh in den Schoß gefallen, als bekannt wurde, dass der Herr der Ringe und der Hobbit größtenteils auf dem Inselstaat gedreht werden. Da kann man es den Leuten auch nicht verübeln, dass sie die Gelegenheit ausnutzen und z.B. auch Sicherheitsvideos für Flugreisen mit der Air New Zealand im Tolkien-Style drehen. Und das sehr gelungen, wie ich eingestehen muss. Bin mal gespannt, welche Airline da nachziehen wird. Vielleicht Japan Airlines, mit Godzilla und verstrahlten Tentakelmonstern?! Oder British Airways mit den Royals als Flugbegleiter?! Habt ihr weitere Vorschläge?!

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Hackfleischklumpen heißen bei euch…?!

Die Leute, die hier schon seit ein paar Jahren fleißig mitlesen, werden sich sicher noch an die “Frittierte Gebäckstücke mit Füllung” Umfrage und Analyse erinnern. Kurz zusammengefasst ging es darum herauszufinden, wie bei euch, wo auch immer ihr wohnt, diese frittierten Gebäckstücke mit Füllung heißen. Das Ergebnis zeigt, dass die Mehrheit der Republik (oder auch meiner Leser) Beriner sagt, gefolgt von Pfannkuchen (hauptsächlich im Osten der Republik) und Krapfen (in Bayern und Hessen). Das war mal eine spannende und hoch aufschlussreiche Erhebung.

Nun ist mir ein weiteres nachrungstechnisches Produkt aufgefallen, für das ich alleine schon mehrere lokal-regionale Namen kenne. Es geht um gebratene Hackfleischklumpen, die ich Frikadellen nenne.  

Und wieder ein mal bitte ich um eure tatkräftige Hilfe! Wie nennt ihr die Teile?! Schreibt doch einfach einen kurzen Kommentar mit eurer Bezeichnung und dem Bundesland, das ihr bewohnt. Ich sammel die unterschiedlichen Namen und veröffentliche wieder eine Grafik und Analyse. Damit wir eine möglichst repräsentative Erhebungsgrundlage bekommen, dürft ihr natürlich auch Freunde und Bekannte befragen und auf diese Umfrage hier in euren Blogs und Twitteraccounts hinweisen.  Wäre natürlich super, wenn wir aus jedem Bundesland jemanden dabei hätten.

Danke schon mal für euren Support und mögen die besten Hackfleischklumpen gewinnen!

Und damit das ganze auch lohnt, hauen wir einen Preis raus. Ich habe hier immer noch die DVD vom oberknüller Film Sharktopus liegen, in dem einige Personen zu ungebratenen Hackfleischklumpen verarbeitet werden. Der Film ist ungesehen, ungeöffnet und in der original amerikanischen Ausgabe. Am Ende der Umfrage verlose ich den Film unter allen Teilnehmern. Glück auf.  

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