von Stephen King (2009, 1280 Seiten, deutsch)
Seit Ewigkeiten habe ich kein Buch mehr von King gelesen. “Der dunkle Turm” und “Es” sind aber auch die einzigen beiden Werke, an die ich mich von ihm erinnern kann. “Es” war ziemlich cool, da ich noch jünger war und richtig schiß beim lesen hatte. Da muss ich etwa 15 geswesen sein und das Buch habe ich auf einem Flohmarkt während des Sommerurlaubs mit der Familei eines Freundes im wunderschönen Ostseebad Damp, heute Damp 2000, erworben. “Der dunkle Turm” wurde irgendwann am Anfang des Studiums gelesen. Aber die Serie konte mich nicht fesseln und so ließ ich es nach dem ersten Band bleiben. Auf “Die Arena” bin ich durch irgendeinen Zeitungsartikel aufmerksam geworden. Und da Weihnachten vor der Tür stand und mein Bruder auch noch ein Geschenk für mich brauchte, lag Heiligabend dieser Wälzer, bei meinen Eltern unter dem Baum. Bis genau heute haben ich daran gelesen. Der folgende Text enthält Spoiler. Also wer das Buch noch lesen möchte, spiringt gleich weiter zum Fazit.
Worum gehts?
Eine kleine Stadt in den USA wird von einer unsichtbaren Barriere vom Rest der Welt ausgeschlossen. Die Panik unter den Bürgern ist groß, da die Barriere schnell die ersten Todesopfer vordert. Das herbeierufenen Militär kann auch nur zusehen, denn auch der Einsatz von Sprengköpfen kann die Barriere nicht knacken. Schon binnen weniger Tage herrscht Horror und Schrecken in der Kleinstadt. Der zweite Stadtverordnete schwingt sich zum Tyrannen auf und die örtliche Polizei, vom Stadtverordneten ergänzt durch seine Schärgen, unterstützut ihn im seinen Bemühen für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Meist geschiet das durch Gewalt und inszenierte Taten. Es bildet sich eine Opposition, die aber deutlich unterlegen ist. Dann kommt man dem Geheimnis der Barriere auf die Spur. Sie wurde von Außerirdischen errichtet, die sich einen Spaß daraus machen zuzusehen, wie die Bewohner der Stadt sich gegenseitig bekämpfen. Außerdem bekommen die Einheimischen die volle Wirkung ihrer Umweltverschmutzung zu spüren, denn durch die Kuppel kann nichts entweichen. Am Ende gibt es einen großen Knall, fast alle Sterben und letztendlich überleben doch die Guten.
Meine Meinung:
Das Thema “eine unsichtbare Barriere riegelt eine ganze Stadt von ihrer Umwelt ab” fand ich am Anfang recht spannend und somit auch lesenswert. Doch schnell wurde ich enttäuscht. Die Entwicklung der viel zu vielen Personen, ist schon fast seit den ersten Seiten vorhersehbar. Das irgendwann Gewalt und Schrecken ausbrechen wird, ist auch klar. Nur dass es dann so schnell gehen würde, hätte ich nicht gedacht. Das der ehmelige Soldat sich zum tragischen Helden aufschwingt, hätte King auch in den Buchklappentext schreiben können. Und dass auch eine Romanze sich ergibt, naja, sowas kennt man ja schon aus dieser Art Literatur.
Was mir gefallen hat, war die Reaktion der Umwelt auf die Situation. Schon nach wenigen Tagen ist die Luft zum in Scheiben schneiden, da nimand daran denkt sein Auto mal stehen zu lassen oder auf sein Notstromagregat, was scheinbar ein Standart in US-Einfamilienhäusern ist, zu verzichten. Es wird brüllendheiß, während außerhalb der Kuppel der Herbst Einzug hält. Vögel knallen gegen das unsichtbare Hindernis und markieren mit ihren Kadavern die Grenze zwischen Drinnen und Draußen. Alles logische Entwicklungen, die gut recherchiert und umgesetzt sind. Aber…
Flugzeuge zwerschellen dan der Barriere, obwohl der Luftraum gesperrt wurde. Das Militär monströse Sprengkörper ein, um die Kuppel zu Knacken, obwohl ein durchstoss viele Menschen das Leben kosten würde. Ein riesiges Drogenlabor mitten auf dem Stadtgebiet, von dem noch nie jemand was mitbekommen haben will und das sich jetz ein Wahnsinniger mit Gewehren, Granaten und seinem Glauben an Gott unter den Nagel gerissen hat. Und als Höchepunkt: außerirdische Teens die sich einen großen Spaß daraus machen, Menschen zu quälen.
Die Übertragung “wir haben früher auch Ameisen mit einer Lupe verbrannt und jetzt tun die Außerirdischen das Gleiche mit uns” ist zwar nachvollziehbar, passt aber so garnicht in die Geschichte. Warum Außerirdische? Warum nicht ein natürliche Phänomen? Und auch der Umstand, dass mehr als die Hälfte der Bevölkering sich dem bösen Autoverkäufer anschließt und seine abstrusen Wünsche wie eine Bande hirntoter Zombies ausführt, finde ich sehr weit hergeholt.
Fazit:
Wer gute Bücher über Menschen in einem abgeschlossenem Umfeld lesen möchte und wie diese sich entwickeln, ließt lieber “Herr der Fliegen” von Golding oder “Die Kolonie” von Palahniuk. Dort gibt es auch genügend Gewalt und nebenbei sind diese Werke deutlich realistischer. Wer jeodoch ein leicht lesbares Buch haben möchte, mit dem man sich lange aufhalten kann, weil man sich immer wieder neu zum weiterlesen motivieren muss, der kann zugreifen. Ich empfehle es jedoch nicht. Deshalb gebe ich auch nur 2 von 10 Punkten.
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