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gelesen: Shantaram

Bombay in den 80ger Jahren des vorherigen Jahrhundert: ein flüchtender Verbrecher aus Neuseeland erreicht diese schon damals eindrucksvolle Stadt, findet Freunde, lebt und arbeitet in den ärmsten Slum der Stadt bis er sich schließlich der indischen Mafia anschließt und dadurch an Bekanntheit und Wohlstand gewinnt.

So schnell könnte man die Geschichte abreißen, doch dach knapp 1100 Seiten starke Buch hat noch eine Menge mehr zu bieten. Ich habe jetzt einige Bücher, die in Indien situiert sind gelesen, muss aber sagen, dass Shantaram das ist, dass das indische Lebensgefühl wohl am intensivsten vermittelt. Und das obwohl es von einem Neuseeländer geschrieben wurde. Vielleicht muss man ja wirklich fremd in einem Land sein, um dessen ganze Vielfalt erleben, in sich aufnehmen und letztendlich niederschreiben zu können.

Der Autor (Gregory David Roberts) schreibt autobiografisch mit sehr viel Gefühl. Besonders seine Schilderungen des Lebens im Slum, wo er eine kleine Arztpraxis aufbaut und amateurhaft Verletzungen von Rattenbissen bis zu Cholerafällen behandelt und dabei die Medikamente von Leprakranken bezieht, sind sehr beeindruckend. Der Zusammenhalt der Armen und deren dauernd vorherrschende Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft scheint so groß zu sein, dass man es kaum glauben mag.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es wird nicht nur viel über Philosophie, Religion und dass allgemeine Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher kultureller und ethnischer Hintergründe berichtet, sondern auch viel über die Strukturen und Tätigkeiten eines indischen Mafiaklans. Teilweise hatte ich meine Schwierigkeiten, diese beiden so unterschiedlichen Themen unter einen Hut zu bringen, doch das Gesamtbild des Buches ist stimmig und zufriedenstellend. Man bekommt viele Anregungen, über die man noch lange nach dem lesen nachdenkt und die immer wieder im eigenem Alltag auftauchen. Auch Aktion kommt in dem Werk nicht zu kurz. So gibt es einen mehrmonatigen Aufenthalt des Hauptcharakters in einem indischem Gefängnis, der an Grausamkeit und Härte kaum zu übertreffen ist, und einen Feldzug in den Krieg nach Afghanistan, mit einem verheerenden Ende.

Dass der Autor all diese Geschehen wirklich erlebt und unbeschadet überstanden hat ist kaum zu glauben. Und doch ist es umso beeindruckender, dass er es wirklich erlebt hat und dann noch so wunderbar niederschreieben konnte. Jedem, der einen intensiven und bewegenden Einblick in den Schmelztiegel Bombay werfen möchte, kann ich Shantaram nur empfehlen.

Rating: ★★★★★★★★★☆ 

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I am Iceland (II) Der Goldene Zirkel

Am dritten Tag unserer Islandreise ging es schon früh morgens los, denn am Samstag Vormittag sollten wir, nach zwei tollen Tagen in Reykjavik, unseren gemieteten fahrbaren Untersatz abholen und das Land abseits der Hauptstadt erkunden. Ein schnelles Frühstück und dann ging es auch schon los, mit dem gesamten Gepäck auf dem Rücken. Die Autovermietung lag gleich um die Ecke und wir mussten nicht, wie so viele anderen, erst wider 50km zurück zum Flughafen fahren, um unseren Geländewagen abzuholen. Und dann satand er da, ein monströses Stück Ingenieurskunst in gold. Gebaut um jeden Berg zu bezwingen, jede Furt zu durchqueren und Geschwindigkeitsrekorde auf der Autobahn zu brechen.

Der goldene Geländewagen

Der goldene Geländewagen

Unser Auto ist das, was bei dem anderen locker in den Kofferraum passen würde. Und wenn ihr denk, dass der Geländewagen links schon wirklich groß ist, kann ich euch sagen, dass wir noch viel größere gesehen haben. Und mit größere meine ich welche, bei denen mir die Reifen bis zur Brust gingen. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht besonders klein bin. Und wer mich nicht persönlich kennt, sollte wiessen, dass ich knapp 2m groß bin.

Bevor wir in die einsamen Ecken Islands reisten, wollten wir uns die Attraktionen ansehen, die eigentlich jeder bei einem Islandbesuch gesehen haben sollte. Oder besser gesagt: die Attraktionen und Naturwunder, die jeder sofort mit Isalnd verbindet. Und so machten wir uns auf den Weg in den goldenen Zirkel. Als goldenen Zirkel bezeichnet man die Region östlich von Reykjavik, in der man sowohl den größten Geysir als auch einen sehr großen Wasserfall des Landes findet. Die direkte Nähe zur Hauptsatadt mach diese Attraktionen natürlich zu sehr beliebten Ausflugszielen für zahlreiche Einheimische und noch mehr Touristen.

Der erste Stopp auf unserer Tour war der kleine Ort Pingvellir. Und mit kleine will ich sagen, dass der Ort aus ganzen 4 Häusern und einer Kirche besteht. Wir gewöhnten uns schnell an die Größenverhältnisse und daran, dass wenn mehr als zwei Häuser zusammenstehen unser Straßenatlas von Ort und wenn mehr als 150 Leute in einem Umkreis von 2km um eine Kirche wohnen von Stadt sprach.

Großstadt Pingverlli

Großstadt Pingvellir

Doch Pingvellir ist primär nicht wegen seinen 4 Häusern oder der Kirche bekannt, sondern wegen einer geologischen Begebenheit. Denn bei Pingvellir treffen die eurasische und die amerikanische Kontinentalplatte aufeinander, oder besser gesagt kann man hier beobachten, wie die beiden Platten auseinander drifften. Natürlich sieht man nicht wie sich die Erde aufspaltet und ein Punkt sich von einem anderen entfernt, denn solch ein gewaltiger Vorgang braucht natürlich Zeit. Doch da der Drifft schon einige Zeit unterwegs ist, kann man eine kilometerlange Spalte sehen und auch erwandern.

Kontinentaldrift

Kontinentaldrift

Auch die ersten Bewohner Islands mussten wissen, dass dieser Ort etwas besonderes ist, denn sie beschlossen hier ihre regelmäßigen Ratsversammlungen (Alping) abzuhalten, bei denen sowohl über Recht & Ordnung, als auch über  Landverteilung und dergleichen entschieden wurde. Leider war das Wetter an diesem Tag nicht besonders gut und somit konnten wir die Aussicht über einen angrenzdenen und riesiegen See, sowie das Land und herausragende Gebirge in der Ferne nicht genießen. Trotz des Dauerregens machten wir unsere erste Wanderung, denn schon aus der Entfernung war das tösen eines Wasserfalls zu hören. Und so kamen wir zu dem ersten Wasserfall unseres Urlaubs. Viele weitere sollten folgen.

Wasserfall bei Pingverlli

Wasserfall bei Pingvellir

Hier wurde uns eines klar: sobald man an einen Ort nicht direkt mit seinem Auto hinfahren kann, ist er für viele Touristen nicht mehr interessant. Denn bei einbißchen Wind und Regen könnte ja die Frisur zerstört werden. Glück für uns, denn so konnten wir einige wirklich schöne Orte genießen, ohne uns zwischen Massen von Leuten durchdrängeln zu müssen.

Weiter ging es in Richtung Osten zu unserem nächsten Etappenziel, den weltbekannten Geysiren. Man sollte meinen, dass bei dem Andrang an Toursiten die Anfahrtswege sehr gut ausgebaut wären, doch das ist nicht ganz so. So mussten wir uns mehrere Kilometer über Straßen quälen, die mehr Schlaglöcher als Straßen waren. Am Ziel angekommen ist man dann erstmal etwas ernüchtert. Die Gegend, in der man die Geysiere findet, ist ein karges am Hang gelegendes Feld, mit kaum Vegetation, blubbernden Schlammlöchern und einem in der Luft hängendem Aroma, das stark an faule Eier erinnert. Doch wenn man dann vor dem Strokkur, einem etwa 5m durchmessendem Loch gefüllt mit Wasser steht, das Wasser langsam aber sicher in Bewegung  gerät, um dann plötzlich in einer bis zu 30m hohen Wassersäule in die Luft schießt, ist man schon scheiße begeistert. Auf dem unten abgebildetem Foto (aufgenommen aus sicherer Entfernugn, wieder eine Stelle, an die kaum Touristen gewandert sind) kann man rechts den gerade explodierenden Geysier erkennen, der regelmäßig alle 5-10min hochgeht.

Geysier Strokkur und Umgebung

Geysier Strokkur und Umgebung

Auf dem Gebiet kann man neben dem Geysier auch noch andere tolle Naturphänomene beobachten. Zum Beispiel ein Becken, mit total klarem und fast kochend heißem Wasser sowie ein angrenzendes Becken, mit getrübtem und leuchtendem Wasser.

Leuchtendes Becken

Leuchtendes Becken

Fortgesetzt wurde unsere Fahrt weiter in den Osten zu dem Wasserfall Gullfoss. Vom größtem Fluss Islands gespeißt, bietet das herabstürzende Wasser einen großartigen Anblick und erzeugt dabei einen ohrenbetäubendne Lärm.

Gullfoss von vorne

Gullfoss von vorne

Gullfoss von hinten

Gullfoss von hinten

Durch weite Wiesenlandschaften setzten wir unseren Weg nach süden in Richtung Selfoss fort, wo wir die Nacht verbringen wollten. Außer den zwei Übernachtungen in Reykjavik hatten wir vorher keine Übernachtungen gebucht und uns darauf verlassen, dass wir vor Ort schon etwas finden würden. Da während unseres Urlaubes in Island Sommerferien waren, waren natürlich viele Leute unterwegs. Doch wir hatten an diesem Abend Glück (wie auch an den folgenden Abenden) und fanden doch eine Unterkunft, in Form einer kleinen aber gemütlichen Blockhütte auf dem Campingplatz der Stadt Selfoss. Und da wir eine kleine Kochniesche hatten, fuhren wir noch in den nächsten Supermarkt und besorgten Kartoffeln und Köttbullar, die es in Island übrigends in diversen Geschmackssorten (sprich Fleischsorten, z.B. Lamm, Rind, Fisch) gibt. So hatten wir an diesem Tag die ersten 199km unserer Fahrt hinter uns gebracht und bereiteten unsere nächsten Etappen vor, bevor wir müde, aber sehr glücklich und begeistert in die Betten krochen.

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Projekt Hörsturz Vol. 27

4! Vier!! V I E R!!! Vier Runden habe ich ausfallen lassen. Das darf und wird nicht wieder vorkommen. Deshalb mache ich mich heute Abend mal daran, noch schnell an der 27sten Runde, des erfolgreichen Projektes Hörsturz vom noch erfolgreicherem Beetfreeq teilzunehmen. Die 5 Hauptsongs werden natürlich im vollen Umfang Kommentiert. Zu den Bonussongs gibt es nur kurze Song-Unterschriften. Wie gewohnt also. Los geht es.

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Five Iron Frenzy – Every New Day (von Steve )

Hört sich schon von beginn an sehr frisch an und ich hätte zunächst gedacht, dass das irgendwas mit spanischem oder osteuropäischem SKA zu tun hat. Aber dann wird doch englisch gesungen. Leider erweist sich der Gesang als etwas lasch. Eine tiefe, basslastige Stimme hätte dem Lied besser getan. Und singt der etwa über Gott?! Je länger ich es höre, um so mehr asoziiere ich es mit irgendeiner Disney-Familiensendung im frühen Nachmittagsprogramm. Schade. Sehr guter Anfang, aber leider schwacher Abgang.

Rating: ★½☆☆☆ 

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Die Lustigen Jungs – Am 30. Mai ist der Weltuntergang (von Onkelosi)

Uh, ich glaube, dass das ein Novum für den Hörsturz ist?! Oder?! Liege ich damit richtig, wenn ich den Song unter Volksmusik ablege?! Naja, egal. Bei mir kann man mit sowas nicht besonders landen. Ich bin ja auch jemand, der nur selten in Bierzelte auf dem Volksfest geht. Alleine dafür, dass wir sowas hier noch nicht hatten vergebe ich einen Punkt. Ok, einen halben.

Rating: ½☆☆☆☆ 

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Tocotronic – Bitte oszillieren Sie (von endgueltig)

Tocotronic. Meine Lieblingsband. Nicht. Ich glaube es gab einen Song, den ich von ihnen gemocht habe, aber leider habe ich den Namen vergessen. Aber ich will ja nicht zu schnell urtilen, deshalb hören wir uns den Track erstmal an. Ok, ich hatte recht. Sorry Sascha.Immerhin sind die Gitarren gut.

Rating: ★☆☆☆☆ 

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The Helio Sequence – Converter (von Kristin)

Das ist mal interessant. Kenne die Band absolut nicht, aber sie gefällt mir auf anhieb. Leicht und locker wie ein frischer Gartensalat mit Tomate und Ziegenkäse, den ich durch mein Ohr zu mir nehme. Leider fällt ein bißchen Schinken, was aber nicht allzu tragisch ist. Die kommen gleich auf meine “näher Ansehen” Liste.

Rating: ★★★★☆ 

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Spindrift – The Legend of Gods Gun (von Tenza)

Auch nett. Aber gleich zwei gute Songs in einer Runde, das kann ich noch nicht glauben. Ahhhhh, haben wir es. Es wird nicht gesungen es wird erzählt. Sehr schade. Wirklich. Das macht für mich den ganzen Song etwas kaputt.

Rating: ★★☆☆☆ 

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Fast hätte es die Sensation gegeben, dass ich zwei Songs mit mehr als 4 Punkten bewertet, obwohl keiner von mir dabei ist. Naja. Rechnen wir kurz zusammen und kommen dabei auf einen Schnitt von 2 Punkten. Etwas mau. Aber jetzt zu den Bonussongs.

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Ana Johnsson – Coz I Can (von Sir Donnerbold) Hallo Gothic-Avril.

Rating: ★☆☆☆☆ 

Brand New – I Will Play my Game Beneath the Spin Light (von David)Teeny-Herzen-Brecher.

Rating: ★☆☆☆☆ 

D.O.A. – That’s Why I’m an Atheist (von cimddwc) Anti-Gott-Punk?!

Rating: ★★☆☆☆ 

Die Antwoord – Enter The Ninja (von Khitos) Kennen wa schon.

Rating: ★☆☆☆☆ 

Faun – Egil Saga (von Robert) Passend zu meinem Urlaub.

Rating: ★☆☆☆☆ 

Hazel O’Connor – Will You (von Postpunk) Hazel?!

Rating: ☆☆☆☆☆ 

Little Boots – Catch 22 (von Konzertheld) Hat das was mit dem Buch am Hut?!

Rating: ★★☆☆☆ 

Múm – Sing Along (von beetFreeQ) Tierquäler!!!

Rating: ★★☆☆☆ 

Obituary – Slowly we root (von Fini) Metal never dies!

Rating: ☆☆☆☆☆ 

Regina Spektor – Us (von kasumi) Hallo Kate Nash II.

Rating: ★☆☆☆☆ 

Steven Wilson – Harmony Korine (von Stefan) Batman?!

Rating: ★★☆☆☆ 

The Rifles – She’s Got Standards (live) (von Paula) Pew!Pew!Pew!

Rating: ★★★☆☆ 

To My Boy – Fear of Fragility (von JuliaL49) Beisitze ich.

Rating: ★★★★☆ 

Tocotronic – Ich Verabscheue Euch Wegen Eurer Kleinkunst Zutiefst (von Dr. Borstel) Besser.

Rating: ★★☆☆☆ 

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Kommen wir zum schwierigsten Teil des ganzen. Einen eigenen Song vorschlagen. Diese Runde cerschone ich euch noch mit 8Bit. Stattdessen gibt es The Amplifetes – Somebody New.


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I am Iceland (I)

Reykjavik vom Wasser aus

Reykjavik vom Wasser aus

Wären wir um 900 nach Jesus von Norwegen in die weite See aufgebrochen, wie es einige Wikinger damals taten, um ihrem König und besonders seinen Steuern zu entkommen, dann hätten wir wohl ein ähnliches Bild gesehen, nachdem wir uns mehrere Wochen auf rauer See von Wellen durchschütteln gelassen hätten. Bestimmt gab es damals nicht so viele Gebäude (eher keine), aber die Küste und das Wetter wären wohl ähnlich gewesen. Werter Leser, darf ich vorstellen: Reykjavik. Reykjavik, Leser. Hauptstadt des Inselstaates Island. Ca. 317 tausend Einwohner. Davon alleine 119 Tausend in dieser Metropole. Ok, Metropole wäre vielleicht übertrieben. Aber nett. Wir kammen jedoch aus der Luft an und das Bild, dass sich uns bot, sah etwa so aus.

Reykjavik aus der Luft

Reykjavik aus der Luft

Haha. Auch falsch. Denn nachdem wir schon um 3Uhr morgens aufgebrochen waren, um rechtzeitig um 7 am Düsseldorfer Flughafen zu sein, ging es erstmal ab in die Luft. Icelandair hatte nämlich versprochen, uns die knapp 2400km nach Island zu befördern. Und dass in knapp drei Stunden. Haben sie dann auch geschschafft. Spannend war die Landung. Während ich auf dem Bordcomputer beobachtete, dass wir nur noch knapp 200m zum Boden hatten, draußen vor dem Fenster aber immer noch dicke Wolken vorbeirauschten, fing ich mir doch an etwas Sorgen zu machen. Doch ganz umsonst. Eine Sekunde bevor wir auf dem Rollfeld landeten, brach die Wolkendeke auf und zeigte den kalten und nassen Asphalt von Kefalvik Airport.

Da Island in einer anderen Zeitzone als Deutschland liegt und die zusätzlich auf Sommerzeit pfeifen, haben wir ganze zwei Stunden gewonnen und somit durch den Flug nur eine Stunde verloren. Das Wetter war nicht gerade einladend: leicher Niederschlag und von den Wolken habe ich ja schon erzählt. Trotzdem hollten wir erstmal begeistert Geld und freundeten uns mit der isländischen Sprache auf dem Geldautomatendisplay an. Da ich so weltbewandert bin, habe ich sie natürlich auf anhieb verstanden und konnte das erste Geld ziehen (dabei hatte ich keine Ahnung, mit wieviel ich mein Konto gerade belastete). Aber mal im ernst: die sPrache scheint wirklich nicht so schwer zu sein. Da sie germanische Wurzeln hat, kann man viele Wörter aus dem deutschen ableiten. Geschickt haben die das gemacht, diese Isländer. Nach diesem Prinzip fanden wir auch schnell den Bus und fuhren in die Hauptstadt und zu unserer ersten und einzigen von Deutsachland aus gebuchten Unterkunft. Und wo lässt man sich als betuchte (hust hust) deutsche Touristen nieder?! Natürlich im besten Hotel am Platz. (Vorher sind wir noch durch unglaubliche Lavafelder gefahren, aber davon erzähle ich ein anders mal)

Hallgrímskirkja

Hallgrímskirkja

Quatsch. In der Hallgrímskirkja haben wir natürlich nicht geschlafen. Das wäre ja für uns fromme Katholiken Gotteslästerung. Aber in unmittelbarer nähe von etwas 150m war unser Gästehaus. Kurzer Exkurs: stellt euch vor, ihr wacht auf und findet euch an eiunem Ort, den ihr noch nie gesehen habt und der total verlassen ist. Es hat aber den anschein, als ob Leute noch 5Minuten vorher hier gelebt, geliebt und gebadet hätten. Und dann wäre die Zombieapokalypse ausgebrochen. und… ich schwife ab. Hallo, willkommen in Our House. Ein Hostel in dem man sich sofort zu huase fühlt. Denn die Familie, die hier gelebt hat und jetzt 5min entfernt wohnt, hat einfach alles stehen und liegen lassen und ihr unglaublich cooles Heim Reisenden überlassen. Voll ausgestattet Küche, Zimmer mit Bob der Baumeister Tapete, Frühstück und einer Sauna und Whirpool. Angenehm.

Nach kurzem Nickerchen machten wir uns gleich auf den Weg, um die Stadt zu erkunnden, was uns auch noch den nächsten Tag beschäftigen sollte. Obwohl Reykjavik im Vergleich zu anderen Hauptstäten gerade zu winzig ist, gibt es dort höllisch viel zu sehen. Dabei haben wir alle Museen links liegen gelassen und uns erstmal mit Straßen, Häußern und Parks gewidtmet gegeben. Und Touristen. Ich glaube ich habe in der Innenstadt mehr deutsch gehört, als an so manchen Tagen am Stuttgarter Hauptbahnhof. Anschließend haben wir ein Konzert besucht.

Waren Kaffee trinken.

Café in Reykjavik

Café in Reykjavik

Und waren begeistert von der lokalen Architektur.

Außerdem schafften wir es einzukaufen (in einem Laden, der ein betrunkenes Schwein als Logo hat (ich reiche das Foto nach. Versprochen) und mieteten einen fahrbaren Untersatz, der uns auf der bevorstehenden Reise begleiten sollte. Dann sind wir doch noch ins Museum gegangen und haben uns Fotos von nackten Menschen angesehen, die unter ungewöhnlicher Beleuchtung aufgenommen wurden. Zusätzlich zu diesem Erlebnis, gab es eine Suppe. Und ich wage zu behaupten, dass Suppe das Hauptnahrungmittel auf Island ist. Wir haben nämlich, im weiteren Verlauf unserer Reise noch die eine oder andere Suppe essen sollen. Aber bei etwas miesem und kühlem Wetter, gibt es nichts vergleichbar besseres, als eine warme und reichhaltige Suppe.

Zum Abschluss unseres Reykjavikaufenthalts machten wir dann auch noch einen Vogelbeobachtungbootssausflug. Wir zwei mit einer dreiköpfigen italienischen Familie und einem spanischem Seemann, der allerlei interessantes Zeug über die hiesigen Vögel und besonders den niedlichen Papageinetaucher zu erzählen wusste. Auf Island nennt man den Puffin und obwohl der so süß aussieht, landet er öffter auf der Speisekarte angesehener Lokale als gedacht. Schmeckt nach Huhn und Meerwasser, haben wir uns erzählen lassen. Selbst probiert haben wir nicht. Aber wer könnte denn auch so ein niedliches Tierchen verspeisen?!

Mit diesem Erlebnis ging dann unser zweiter Tag in Reykjavik zu ende und wir bereiteten uns geisltich und körperlich auf die abenteuerliche Reise in unserem wahnwitzigem Gefährt vor, denn eine Menge Weg lag vor uns. Das erste Ziel war der Goldene Zirkel, mit all seinen Wundern und Attraktionen, die die Natur so zu bieten hat. Doch davon erzähle ich dann ein anderes mal.

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Back in town

Da bin ich wieder. Wie schnell doch zwei Wochen Urlaub verfliegen. Besonders wenns schön war.

In 10 Tagen haben wir den gesamten Westen und die West-Fjorde Islands gründlich erkundet. Natürlich haben wir auch dem Touristenzentrum um den Goldenen Zirkel und auch Reykjavik einige Zeit geschenkt. Das alles in einem Artikel abzufassen wäre wirklich Verschwendung. Deshalb werden hier nach und nach Beiträge mit den passenden Fotos (meinen Freundin hat nur ungefähr 1000Stk gemacht) veröffentlich. Ich werde mich dabei an unserer Reiseroute orientieren und einiges zum Land, Erlebnissen und Beobachtungen verlieren. Und ich verspreche nicht zu viel, wenn ich sage, dass es bestimmt interessant wird. Alleine in der Woche, die wir mit unserem moströsen Geländewagen unterwegs waren, haben wir mehr als 1600km zurückgelegt. Vieles davon auf Schotterpisten, wo die Straße mehr aus Schlaglöchern, als aus Straße bestand.

Deshalb: freut euch drauf.

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Sommerpause

Kaum gibt es hier wieder regelmäßig was zu lesen, bin ich auch schon wieder für zwei Wochen im Urlaub und zwar hier:

Ab dem 23. gibt es hier wieder Input und auf Island wird es wohl das eine oder andere geben, worüber ich dann hier berichten kann. Bis dahin wünsche ich euch allen ein paar ruhige Tage ohne mich und eine gute Zeit. Tschö.

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gesehen: Inception

18:58Uhr

Da wollte ich ich heute rechtizeitig Feierabend machen, um privat noch ein paar Sachen zu erledigen und jetzt sitze ich doch noch im Büro und muss warte, bis jemand mit seiner Arbeit fertig wird, damit ich die weiter bearbeiten kann. Da ich sonst nichts zu tun habe schreibe ich mal einen kurzen Artikel zu Inception, dem neuen Film mit DiCaprio, den ich am Sonntag gesehen habe.

Bevor ich zum Film komme, möchte ich jedoch vorweg sagen, dass ich DiCaprio eigentlich hasse. Oder besser: gehasst habe. Der Hass entwickelte sich schon sehr früh, nämlich bei Titanic. Ich weiß nicht wann der Film in die Kinos kam, aber schon als ich damals den Saal verließ, mit all den heulenden Menschen, die total entsetzt waren, dass die Titanic wirklich untergegangen war (wäre wirklich n cooler Film, wenn das Schiff im letzten Moment am Eisberg vorbei gefahren wäre), wusste ich: den DiCaprio mag ich nicht. Warum?! Kommt schon. Den Milchbubie aus Titanc konnte doch wohl wirklich kein Kerl leiden. Und während der junge Di dann voll auf Droge durch die Wälder einer von Hippies bewohnten Insel rannte (The Beach) blieb mein Hass und die damit verbundene Abneigung bestehen. Doch irgendwann wurde irgendwas anders. Vielleicht habe ich mich verändert, vielleicht war es aber auch der DiCaprio. Denn DI´s Filme, die in der zweiten Hälfte des 21 Jahrhunderts in die Kinos kamen, wurden, erstaunlicher weise, immer besser. Blood Dimond, Shutter Island und nun Inception. Alles mordsgute Filme, die ich nur empfehlen kann.

In Inception geht es um Träume. Genauer gesagt um das Eindringen in Träume und stehlen von Gedanken. Oder noch genauer gesagt: in den über 2 Stunden Film geht es um das Eindringen in einen Traum und um das pflanzen eines Gedankens. Uhhuhuu. Klingt wirr und unglaubwürdig?! Ist es aber nicht. Denn das Eindringen in Träume wird als durchaus gängiger Beruf vorgestellt. Zunächst geht es darum, ein Team von Spezialisten zusammenzustellen, die diese knackige Mission meistern können. Denn man muss beachten, dass das stehelne von Gedanken ganz einfach (ganz ist relativ) ist, während das Pflanzen bisher noch nie erfolgreich war. In diesem Teil des Filmes wird man stark an Oceanc 11 erinnert. Denn auch dort musste eine Räuberbande zusammengesucht und vorbereitet werden. Natürlich ist dieser Part auch hier, wie in der Gaunerkomödie mit den ganzen Stars witzig und sehr unterhaltsam.

Ist die Mannschaft zusammen, geht es an die eigentliche Arbeit. Das Ziel ist ein deutscher (???) Geschäftsmann, der das Imperium seiners Vaters erben soll. Diesem Geschäftsmann soll nun eingetrichtert werden, dass er das Konglomerat zerschlägt und somit kein Monopol aufbaut. Der Auftraggeber DiCaprios und seiner Gruppe ist nämlich ein Konkurrent des deutschen Geschäftsmannes und möchte noch ein wenig im Geschäft bleiben. Die Gruppe begibt sich also auf eine Reise durch die Psyche des deutschen Geschäftsmannes. Es müssen mehrere Traumlevel absolviert werden, bis man tief genug drin ist, damit der abwegige Gedanke, ein florierendes Unternehmen zu zerschlagen, dem Träumer, hier also dem deutschen Geschäftsmann, auch plausiebel genug erscheint, um vom Träumer nach dem Aufwachen nicht hinterfragt zu werden.

Ein Hinderniss, das sich unseren mutigen Abenteurern in den Weg stellt, ist DiCaprios Frau, die in den Träumen des deutschen Geschäftsmannes auftaucht und versucht die Mission zu sabotieren.

Wie die Frau da hin kommt, welche Level die Gruppe überstehen muss und ob sie es am Ende wirklich schaffen, den deutschen Geschäftsmann durch diesen Trick zu überzeugen sein tolles Imperium zu zerschlagen und ob sie natürlich diese ganze und besonders gefährliche Reise überstehen, möchte ich hier nicht verraten. Denn der Film ist so gut, dass ich eine uneingeschränkte Empfehlung zum Ansehen geben möchte.  

Rating: ★★★★★★★★★☆ 

Filme wie dieser trugen dazu bei, dass ich DiCaprio als Schauspieler mittlerweile wirklich gerne mag. Er ist hart, skrupellos und auf irgendeine unbeschreibliche Weise dabei trotzdem noch sehr bodenständig und realistisch. Vielleicht liegt es daran, dass er immer mit top Regisieuren dreht und die ihm seine Rolle nach Maß auf seine Persönlichkeit schneidern. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich weiser und nachsichtiger geworden bin. Ich glaube jedoch fest an die Filmemacher und nicht an meine Wandlung.

Jetzt habe ich eigentlich mehr zur meiner Einstellung gegenüber dem DiCaprio geschrieben, als zum Film. aber vielleicht ist das auch gut so. Und es ist schon 19:24Uh und meine Aufgabe ist noch immer nicht da. Dann telefoniere ich mal ein weinig rum und übe Druck aus. Euch Lesern noch einen schönen Abend.

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BloggerBuLi 10/11

Kaum zu glauben. Da laufe ich gerade gemütlich vom Mittagessen ins Büro und da fällt mir doch glatt auf, dass in knapp zwei Wochen die Bundesliga los geht. Und was ist?! Tipprunde ist noch garnicht gestartet! Skandal!

Also habe ich das gleich mal geändert. Leider sind alle Spieler aus der letzten Saison rausgeflogen und müssen sich daher neu anmelden. Dürfte ja aber kein Problem sein. Verbreitet die frohe Kundschaft über alle eure Netzwerke ruhig weiter, damit wir den Spitzenwert vom letzten Jahr (18 Teilnehmer) knacken. Meldet euch bitte auch schnellst möglich an, denn ab dem 12.08. bin ich im Urlaub und kann niemanden mehr freischalten. Aber ich könnte ja noch jemanden als Moderator zulassen, der dann die Aufgabe übernimmt.

Die Url ist immer noch die gleiche: www.kicktipp.de/bloggerbuli

Ich freue mich wieder auf zahlreiche Teilnehmer und einen fairen Wettbewerb. Und sollte mich dieses Jahr jemand schlagen, reiche ich den Wanderpokal natürlich weiter.

Update: Ihr werdet automatisch freigeschaltet. Also keine Verzögerung bei der Anmeldung.

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Aus Österreich kommen…

nicht nur die Berge, sondern auch die Sachertorte und Toni Polster. Doch Laserkraft 3D kommen da nicht her. Auch wenn ich das mir irgendwie eingebildet habe, oder es mir jemand so erzählt hat. Die beiden DJ´s aus Heidelberg, die Hauptstadt der Romantik, haben mit “Nein Mann” einen interessanten Beat entwickelt, denn sie nicht nur in einem tollen Video verpackt haben, sondern mit dem sie auch eine unterhaltsame Geschichte erzählen. Ohne den Gesang dürfte man den Song auf diversen Minimal-Dancefloors wiederfinden.

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