blogios

alles ist blogios…

Hast du die Handwerker auf dem Dach,…

…dann brauchst du keine Feinde mehr. Das hat mal ein kluger Mann gesagt. Und wenn nicht, dann sollte dies als ein kluger Spruch meinerseits in Erinnerung bleiben.

Seit nun mehr als einem Monat sind handwerklich begabte Professionelle damit beschäftigt, unseren Dachstuhr grundzusanieren. Der Vorteil daran: Wir bekommen riesige Fenster in unser Dach und können den bisherigen Abstellraum als neuen Wohnraum mit Ausblick über die Stuttgarter City nutzen. Der Nachteil: Alles andere. Erst haben sie eine Woche später angefangen, als angekündigt war. Dann haben sie in unserer WG unangekündigt zwei Fenster herausgerissen und notfallmäßig mit Folie zugeklebt. Jedes mal, wenn die Kollegen vor Ort sind, sieht es abends in unserer Wohnung aus wie Dresden 45. Wenn sie keine Lust mehr haben, dann bleiben sie auch einfach mal eine Woche weg, so wie letzte Woche geschehen. Und wenn ich mal einen Tag außerplanmäßig frei habe, dann sind sie natürlich schon um 7Uhr hier (bisher habe ich die noch nie so früh hier gesehen, und wenn ich abends heim kam, waren sie auch nie mehr hier) und reißen und sägen und hämmern um die Wette. Außerdem gehe ich davon aus, dass sie mich durch mein Fenster beim Schlafen beobachten, weil sie um die gesamte Wohnung ein Gerüst aufgestellt haben und in jeden Raum hineingucken können.

Naja, dafür, dass für die gesamte Aktion 2 Wochen angesetzt waren, jetzt schon ein Monat rum ist und die Kollegen noch mindestens ne Woche brauchen werden, sind wir noch sehr gelassen. Immerhin haben wir dann einen Dachstuhl mit Ausblick.

Tags: , , , , ,

Das Herz schlägt grün

Nein, dieser Beitrag wird nichts mit meiner politischen Einstellung zu tun haben. Dieser Beitrag dreht sich nämlich um die schönste Freizeitbeschäftigung. Richtig, Fußball. Und natürlich geht es nicht darum selber Fußball zu spielen, sondern anderen, Profis, beim spielen zu zusehen.

Mittlerweile wohne ich schon 3 Jahre nicht mehr in der Hansestadt an der Weser. Und aus diesem Grund kann man sich auch vorstellen, dass die die Werderaner nicht mehr so oft live im Stadion begutachten kann. Daher freue ich mich immer wieder aufs Neue, wenn sie dann hier herunter in den tiefen Süden kommen und versuchen ein paar Punkte für die nächste Meisterschaft zu erspielen. Oft funktioniert das nicht so richtig. Ich kann mich noch gut an November des letzten Jahres erinnern, als ich viel Geld für Karten ausgab, mich bei sehr bescheidenem Wetter ins Stuttgarter Stadion setzte und dann zusehen musste, wie die Bremer 6 Stück eingeschenkt bekamen.

Diesmal versprach aber schon die Ausgangslage mehr erfolg für die Grünen. Augsburg war der Gegner und der Aufsteiger hat zurzeit noch nicht richtig in die Liga gefunden und diente meistens als sicherer Punktelieferant. Also machten wir uns voll motiviert auf die knapp 150km in die Bayerische Stadt, um Werder mal wieder siegen zu sehen. Wie der geneigte Fußballinteressierte jedoch weiß, ist der Abend nicht so gut für die Bremer ausgegangen. Immerhin konnte man einen Punkt aus dem Süden entführen, aber da war deutlich mehr drin.

Die Augsburger zeigten überhaupt kein Erstlinganiveau und hielten sich größtenteils mir hohen und langen Bällen, die aus der eigenen Hälfte Richtung Bremer Tor gebolzt wurden, über Wasser. Werder konnte immer wieder gefährlich vor dem Augsburger Tor auftauchen, vergab aber dutzende von Chancen kläglich. Und so wurde man Anfang der zweiten Halbzeit auch gleich bestraft. Nach einem unglaublichen Abwehrfehler schenkten die Bayern fröhlich zum 1:0 ein. Werder, von dem Tor sichtlich geschockt, nahm ab dann wieder das Zepter in die hand und feuerte aus allen Kanonen. Doch einzig ein Kopfball fand das Ziel. Und so musste man sich mit dem 1:1 beim Aufsteiger (und vermutlich auch Abstiegskandidat No. 1) zufrieden geben. Das war deutlich zu wenig. Ich finde es jedoch schwer zu sagen, ob da Ergebnis dank eines starken Augsburger Torwartes, oder der extrem schwachen Bremer Chancenverwendung zu Stande kam.

Was in Augsburg übrigends auch noch kein Erstliganiveau hatte, war der Shuttlebustransport zum Messeparkplatz. Für rund 7000 Fans, die auf die Busse angewiesen waren, hätte man nämlich etwas mehr als 5 Busse organisieren können. Na ja, so war es aber dann auch nicht verwunderlich, dass wir erst 75min nach Abpfiff wieder am Auto waren. Wären wir quer über die umliegenden Äcker gelaufen, hätten wir es vermutlich in der Hälfte der Zeit geschafft.

Trotz enttäuschendem Ergebnis, war es kein verschwendeter Abend in Augsburg. Die Gästekurve war sehr gut gefüllt und die Stimmung prächtig. Was jedoch noch extrem genervt hat, waren die Stadion-Bezahlkarten, die man sich anschaffen musste, damit man ne Wurst oder ein Bier bekam. Freunde, zumindest in den Gästefanblöcken könnt ihr doch noch das Bezahlen mit Bargeld zulassen. Da die Systeme in den einzelnen Stadien nicht untereinander abgestimmt sind, muss man sich wirklich für jedes Stadion eine eigene Bezahlkarte besorgen. Das ist ganz großer Fail. Sorgt doch zumindest dafür, dass ich mit meiner Karte vom VFB auch in Berlin oder München bezahlen kann und nicht für so einen Schrott.

Tags: , , , , , ,

gelesen: John Shirley – Bioshock: Rapture

Wo ist es denn, wo ist es denn. Ah, hier. Hier ist der Artikel zum Xbox-Spiel Bioshock, das ich vor einigen Monaten durchgespielt und, wie ihr dem Bericht entnehmen könnt, auch für sehr gelungen gefunden habe. Mittlerweile spielte ich auch schon den zweiten Teil, über den ich noch nicht berichtete (aber unter uns, auch der war gut). Und da mir die Serie sehr gut gefallen hat, bin ich natürlich neugierig geworden, als mir beim Onlinebuchhändler meines Vertrauens plötzlich das passende Buch zum Spiel empfohlen wurde.

Bioshock: Rapture kaut nicht den Spielinhalt durch und spuckt ihn auf Papier gedruckt wieder aus. Viel mehr erweitert es die ganze Geschichte, denn es ist ein Prequel zum ersten Spiel. Einzelne Infostücke, die man auch schon im Spiel zum großen Puzzle zusammensetzen konnte, werden hier in ihrer Gesamtheit aufgezeigt und man erfährt die Motivation und die Gründe, welche Andrew Ryan (die Zocker werden ihn kennen) dazu gebracht haben Rapture, die große Stadt am Meeresboden, zu errichten. Außerdem erlebt man auf den knapp 450 Seiten hautnah, was zu den Zuständen geführt hat, die man zu Beginn des Spiels in der Stadt vorfindet (für die Leute, die das Spiel nicht kennen: man landet in einen teileweise zerstörten und von Gewalt und Unterdrückung beherrschten Rapture). Was ich auch sehr unterhaltsam fand war, dass viele Charaktere aus dem Spiel aufgegriffen werden und ihre spannende Geschichte in dem Buch ausführlich untermalt und in den Gesamtkontext gesetzt wird.

Die große Frage die sich stellt ist, für wen das Buch überhaupt interessant ist. Muss ich die Spiele gespielt haben, damit der Roman für mich interessant wird?! Nein, definitiv nicht. Man kann Bioshock: Rapture auch vollkommen ohne Vorwissen lesen und seinen Spaß dabei haben (und vielleicht bekommt man anschließend auch Lust die Spiele zu zocken). Dann bekommt man ein Szenario, das beschreibt, was passieren könnte, wenn plötzlich der reichste Mensch der Welt eine komplette unterseeische Stadt aufbaut, diese von der Außenwelt abkapselt und Ethik und Moral neu zu definieren versucht. Was ich besonders spannend fand, war der Versuch zu zeigen, ob eine Gesellschaft auf rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten begründet, funktionieren kann. Wenn man aber vom Spiel her kommt, ist der Roman eine super Erweiterung und Infoquelle und durchaus zu empfehlen.

Was mich an dem Buch etwas stört ist das niedrige sprachliche Niveau. Es wirkt manchmal wirklich etwas dahingerotzt und man könnte die Geschichte sicher an der einen oder anderen Stelle etwas schöner ausformulieren. Außerdem ist mir etwas negativ aufgefallen, dass manche Erzählstränge teilweise abrupt abbrechen. Vielleicht liegt dies jedoch auch daran, dass ich mir gewünscht hätte mehr über dies oder jenes zu lesen, der Autor aber meint es sei genug.

Rating: ★★★★★★☆☆☆☆ 

TAGS: None

Die Batman Erfahrung

Batman, der dunkle Ritter oder auch gerne schlicht die Fledermaus, kennt man aus diversen Medien. Nicht nur im ursprünglichen Comic ist er zu finden, sondern auch diverse Auftritte in Filmen, Zeichentrickserien und Videogames kann er sich in den Lebenslauf schreiben. Und jetzt gibt es Batman auch auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Richtig, im Theater. Oder besser gesagt im Musical. Oder, was denn eigentlich?!

„Batman live“ leuchtete es mir von einer Plakatwand entgegen als ich Anfang des Jahres mal wieder in London war. Doch viel konnte ich damit nicht anfangen. Meine Freundin, die zu der Zeit ein Praktikum in der Großstadt an der Themse absolvierte, ging dem ganzen dann auf die Spur und was dabei herauskam war eine sehr verlockendes Geburtstagsgeschenk für mich. Als großer Fan des Superhelden aus Gotham City, habe ich mich natürlich sehr über die Eintrittskarten für eine der Eröffnungsshows in der O2-Arena gefreut.

Ende August statteten wir beide also der britischen Hauptstadt einen weiteren Besuch ab. Mit dem Wassertaxi, übrigens eine super Art um London mal aus einer anderen Perspektive zu sehen, ging es dann zur O2-Arena in den Osten der Stadt. Allein das Bauwerk an sich ist schon einen Besuch wert. Völlig ahnungslos was uns erwarten würde, nahmen wir mit rund 5000 anderen Batman-Fans, einige davon schwer verkleidet, Platz unter der riesigen Kuppel und warteten gebannt auf den Anfang. Das Bühnenbild zeigte Gotham City selbst und war eine gelungene Mischung aus festem Requisiten, riesigen LED-Screens und hunderten von Lasern, Scheinwerfern und Nebelmaschinen. Diverse Kletterseile und Sicherungsmechanismen an der Hallendecke ließen Flugeinlagen vermuten. Bitte nicht zu viel Gesang, war jedoch mein einziger Gedanke.

Dann ging es auch schon los. Nach kurzer Zeit verwandelte sich das Bühnenbild in einen Zirkus, der auch Hauptspielplatz für die gesamte Show sein sollte. Erzählt wurde die Geschichte von Dick Grayson, einen Akrobaten-Sohn, der Zeuge des Mordes an seinen Eltern wird und darauf hin Rache schwört. Doch in Gotham City wird kein Verbrechen begangen, ohne das Batman davon früher oder später erfährt. Und so machen sich die beiden auf die Jagt nach dem Mörder. Und das wir uns in einem Zirkus befinden, dürfte wohl klar sein, wer als Hauptverdächtiger in Frage kommt. Doch nicht nur der Joker hat seinen Auftritt (Hauptrolle), sondern auch diverse andere Bösewichte aus dem Batman-Universum.

Und dann ging es auch schon richtig zur Sache. Es wurde gekämpft und durch die Gegend geflogen, die unterschiedlichsten Zirkusshows wurden aufgeführt, Raketenwerfer wurden abgefeuert und einige Gegenstände in Flammen gesetzt. Und das Beste: es wurde nicht gesungen! Klar, die Sprachen war, wie man es bei einer Bühnenshow erwartet, etwas geschwollen. Und Bruce Wayne wirkte in seinen Fledermauskostüm so muskulös, als hätte er das eine oder andere Nahrungsmittelergänzungspräparat zu viel eingenommen. Doch zuletzt bekamen die Zuschauer eine sehr gute und unterhaltsame Show sowie Batman-Story erzählt. Ob man für 90min seichte Unterhaltung jedoch die hohen Eintrittspreise bezahlen möchte, muss dann doch jeder für sich entscheiden. Mir jedoch hat die ganze Veranstaltung gut gefallen.

P.S. Ich konnte leider keine Fotos machen, da dies zu Beginn der Show verboten wurde und ich mir nicht den Zorn des Batmans auferlegen lassen wollte. Doch sicher kann man auf den bekannten Videoplattformen den einen oder anderen Ausschnitt aus der Show sehen. Und wer das ganze auch mal live erleben möchte, kann dies Anfang 2012 sogar in diversen deutschen Großstädten.

Tags: , , , , , , ,

Wie wäre es denn eigentlich…

…wenn hier auch mal wieder etwas geblogt wird?!

 

Ich erlebe derzeit so viel Zeug, rege mich über so vieles auf, spiele so viel Spiele & lese so viele Bücher und trotzdem schaffe ich es nicht hier regelmäßig einen kurzen Beitrag zu verfassen?! Das kann doch nicht sein!

Aber kamil, du arbeitest doch so viel und erlebst derzeit so viel Zeug, regst dich über so vieles auf, spielst so viele Spiele und ließt so viele Bücher, dass dir vielleicht einfach die Zeit und Motivation fehlt, um hier wieder regelmäßig Beiträge zu schreiben.

Nein, das kann so nicht weitergehen. Zeit lässt sich immer finden. Dann muss ich halt etwas weniger arbeiten, etwas weniger Zeug erleben, mich etwas weniger aufregen und weniger lesen und zocken, aber hier müssen wieder regelmäßig Artikel erscheinen.

Ich zahle ja immerhin für dieses Ding hier und Spaß hat es bisher auch gebracht. Also! Ab sofort wird weniger gearbeitet und Zeug erlebt, weniger aufgeregt, gezockt und gelesen. Dafür mehr geblogt.   

 

Guten Tag.

TAGS: None

© 2009 blogios. All Rights Reserved.

This blog is powered by the Wordpress platform and theme by Bryan Helmig.