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Der 2 Schichten Job

Wisst ihr, was wirklich schön wäre?! Ein zwei Sichten Job! Nein, ich meine jetzt nicht sowas mit Früh- und Spätschicht, oder Tag- und Nachtschicht. Ich meine das mehr auf das ganze Jahr gesehen.

Ich stelle mir ein Arbeitsmodell vor, bei dem ich 10 Monate im Jahr arbeite. April bis September habe ich einen Outdoor Job. Arbeite als Förster, Erntehelfer oder Bergführer. Bin ständig an der frischen Luft und betätige mich körperlich. Werde knackig braun und fit. Oktober bis März hingegen sitze ich an einem Schreibtisch, wälze Unterlagen, rechne Bilanzen oder bastel Powerpoints. Zwischen druch habe ich während jeder Phase 4 Wochen Urlaubsanspruch.

Kling nach nem Plan, oder?! Na klar wird das nicht auf alle Arbeitnehmer umzusetzen sein, da ja sonst niemand im Winter draußen arbeiten würde, aber in Einzelfällen müsste sowas doch machbar sein?! Die von mir vorgeschlagenen Berufe und Tätigkeiten sind natürlich nur exemplarisch ausgewählt worden.

Könntet Ihr euch so einen Job-Mix vorstellen?! Und was haltet ihr davon?! 

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gezockt: Shadow Of The Damned

Hin und wieder muss man halt mal ein eher unbekanntes Spiel kaufen, um dann festzustellen, dass es ein absoluter Kracher ist. Ok, bei Shadow Of The Damned war zumindest mir das Spiel nicht mehr ganz so unbekannt, da ich vorher Trailer im Netz gesehen habe. Da es hier aber nur schwer zu bekommen ist (USK 18, und wenn vorhanden dann extrem teuer), musste ich es mir aus UK importieren lassen.

In dem Spiel steuern wir den Dämonenjäger Garcia Hotspur, der mindestens einen Dämonen zu viel erlegt hat und deshalb die Aufmerksamkeit des Dämonenfürsten Flemming auf sich gezogen hat. Um Garcia zu bestrafen entführt Flemming Hotspurs Freundin Paula in die Unterwelt, um sie dort 1000 Tode sterben zu lassen. Uns gefällt das natürlich überhaupt nicht und deshalb nehmen wir die Verfolgung auf. Ganz im Resident Evil Stil prügeln und ballern wir uns daraufhin durch die Unterwelt und deren Horden an Untoten, Dämonen und sonstigem Getier. Am Ende stellen wir uns Flemming in seinem Schloss und versuchen Paula wieder zu retten.

Das Spiel überzeugte mich vor allem durch seine tolle Atmosphäre und die witzigen Dialoge. Die Unterwelt ist düster, feucht und abgefahren. Die Gegner sind gruselig, schleimig und noch abgefahrener. Die zahlreichen Endgegner sind das ganze mal 3 (es gibt das ein Pferd, das dunkle Materie ausscheidet (auf die Peferdeart) und in die ihr kriechen müsst, damit ich dem Pferd schaden könnt). Ihr schlagt euch natürlich nicht alleine durch die Unterwelt, sondern werdet von dem Ex-Dämonen, fliegendem und leuchtendem Totenkopf Johnson begleitet. Der weiß nicht nur worauf man in der Hölle zu achten hat, sondern verwandelt sich bei Bedarf in zahlreiche Waffen, oder auch mal eine Fackel. Und außerdem hat er auch immer einen lockeren Spruch auf den knochigen Lippen. Die Level sind abwechslungsreich (Sumpf, Stadt, Gruft, usw.) und einige sogar in 2D. Der Schwierigkeitsgrad ist ausgewogen und die Musik rundet das gesamte Spiel perfekt ab. Einziges Manko ist die Grafik, die schon etwas eingestaubt wirkt.

Wer aber mal wieder einen kurzweiligen Third Person Horror Shooter spielen möchte, in dem Zähne aus dem Maschinengewehr (das in einer Ausbaustufe dann auch passend „The Dentist“ heißt) kommen, der kann bei Shadow Of The Damned unbesorgt zugreifen und mit Garcia „F*****g“ Hotspur auf Dämonenjagd gehen.

Zur Einstimmung auf das Ganze gibt es hier noch den Trailer.

Rating: ★★★★★★★★☆☆ 

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gehört: Warren Suicide

Musikalisch wurde dieser Blog schon etwas länger nicht mehr aktualisiert. Mag daran liegen, dass ich a) kaum neues (ohrtechnisch) zu mir genommen habe, dass ich b) BeetFreeqs Hörsturz vernachlässigt habe, und c) und d) und e). Doch da wir uns momentan in einer Jahreszeit befinden, die ich als Konzertzeit (Frühling, Sommer, Konzertzeit) bezeichne, wird es gut möglich sein, dass hier wieder mehr kommt.

Wie einige vielleicht schon über andere Kanäle (Twitter, Facebook) mitbekommen haben, war ich am Donnerstag beim Apparat Konzert in Stuttgart. Doch darüber möchte ich hier jetzt nicht schreiben, sondern über die Vorband, die mich schwer begeistert hat (psssst…mehr als Apparat).

Warren Suicide heißt das Duo und kommt aus Berlin, zumindest sagt dass das Internet. Auf der Bühne waren sie zu viert, denn supportet wurde von zwei Streichern. Und was kam dann aus den Boxen?! Keine Ahnung wie das Zeug heißt, aber es drückt, zieht, raucht und fetzt! So sehr, dass wir gleich im Anschluss das aktuelle Album (World Warren III) kauften. Und?! Großartig! Musikalisch kann ich es immer noch nicht einordnen, aber es bifindet sich irgendwo in Raum und Zeit zwischen Indie, Elektro, Punk und Experimental. Mindfuck wäre vielleicht die richtige Bezeichnung.

Aber überzeugt euch doch selbst, mit meinen momentanen Lieblingsstück Fuck Off Happy.

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gelesen: Isaac Marion – Warm Bodies

Stellen wir uns einmal vor, die Zombieapokalypse ist im vollen Gange und wir sind mitten drin. Jedoch nicht auf der Seite der wenigen letzten Überlebenden, sondern auf der Seite der Zombies. Fröhlich fristen wir unser Zombieleben, stehen in der Gegend rum, stöhnen, torkeln und hin und wieder gehen wir auf die Jagd nach frischen Gehirnen. Alles ganz normal also. Doch irgendwann bemerken wir, dass wir anders sind als die gewöhnlichen Zombies. Plötzlich fangen wir uns an für Musik zu interessieren, gründen eine nette kleine Zombiefamilie und als ob das nicht schon genug wäre, verlieben wir uns auch in unser Essen.

Isaac Marion versucht in seinem Debütroman den sonst doch eher verhassten Zombies ein gewisses „Leben“ einzuhauchen, indem er seine Hauptfigur „R“ durch die eine Zeit der Rückverwandlung führt. Hier ist es nämlich nicht so, dass sich ein Mensch langsam in einen Zombie verwandelt, sondern genau umgekehrt. Ob das ganze Sinn macht sei mal dahingestellt. Jedenfalls ist es nicht langweilig und weil ich das Buch bei einer „kauf 3 bezahl 2“-Aktion erstand, habe ich mich auch nicht geärgert, dass es kein Meisterstück ist.

Man merkt Marion noch seine junge Karriere an, denn wenn es um Wortschatz und Abwechslung geht, sollte man lieber zu einem anderen Werk greifen. Aber da wir uns im Zombieumfeld bewegen ist es vielleicht auch ein erlaubtes stilistisches Mittel immer die gleichen Worte zu benutzen. Und im Englischen ist man es ja auch schon gewohnt mal 20x „he said“ auf 2 Seiten zu lesen.

Jedenfalls ist es an einigen Stellen recht unterhaltsam, den zerfallenden (und wieder zusammenwachsenden) „R“ auf seinem Abenteurer in Richtung Leben und Liebe zu begleiten und dabei eine postapokalyptische Welt zu erkunden, komplett mit Zombieschule, Zombiereligion und Zombiepolitik.

Rating: ★★★★★☆☆☆☆☆ 

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gelesen: Ensel und Krete – Walter Moers

Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald… ja, fast genau so geht auch die Geschichte von Walter Moers los. Aber eben nur fast und im weiteren Verlauf merkt man den deutlichen Unterschied zwischen dem klassischen Märchen und Moers Fantasy-Roman. Zwar gibt es in beiden Büchern zwei Kinder, die sich im großen, dunklen Wald verlaufen, in beiden Büchern gibt es Hexenhaus und natürlich eine Hexe. Doch dem Leser werden die Unterschiedlichkeiten schon in den ersten Zeilen auffallen.

Erstens: spielt Ensel und Krete nicht auf uns bekannten Kontinenten, sondern auf Zamonien. Wo genau das liegt will ich hier nicht vorwegnehmen, aber soviel sei gesagt: es gibt dort ein Atlantis und einen großen, dunklen Wald.

Zweitens: sind Ensel und Krete zwei Kinder, jedoch nicht menschlich sondern menschenähnlich. Bei ihrer Gattung handelt es sich um Fhernhachen, Halbzwerge, die einen bestimmten Abschnitt Zamoniens bewohnen.

Drittens: die Hexe ist eine Hexe, aber nicht so wie die Inquisition eine Hexe definieren würde, sondern etwas anderes (aus Rücksicht auf die Leute, die das Buch noch lesen wollen, wird hier auf die Beschreibung der Hexe verzichte).

Das Buch an sich ist sehr kurzweilig. Es gibt Drogen, gefährliche Bestien, Außerirdische, Axt schwingende Bären (und das sind nicht die gefährlichen Bestien), zwei Kinder, die niemals aufgeben und ein doppeltes Ende. Wer die Scheibenwelt Romane von Terry Pratchett mag, der wird auch seinen Spaß mit Moers Zamonien haben.

Ein weiteres witziges Element des Romans ist wie er geschrieben wurde. Walter Moers ist offiziell nämlich nicht der Autor des Buches, sondern nur der Übersetzer. Geschrieben wurde das Werk von dem zamonischen Dichterdinosaurier Hildegunst von Mythenmetz und dieser hat seine ganz eigene Art seine Werke zu perfektionieren. So kommt es nicht selten vor, dass der Text einfach unterbrochen wird und Mythenmetz, in einer Mytenmetzischen Abschweifung, erzählt, warum er wie was geschrieben hat, oder einfach mal über seine Kritiker herzieht und diese beleidigt. Zwar muss man sich anfangs etwas an diesen Erzählstil gewöhnen, aber ich habe mich schnell damit abgefundne und schon gebangt darauf gewartet endlich zur nächsten Mytenmetzischen Abschweifung zu kommen.

Das Buch hat mich so gut unterhalten, dass ich mir gleich noch zwei weitere Moers Zamonien Romane zugelegt habe. Gibt es wohl unter meinen Leser Zamonien Freunde?!

 

Rating: ★★★★★★★★☆☆ 

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