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gezockt: Bioshock Infinite

Nun also der dritte Teil der erfolgreichen Bioshock Reihe, der uns vorgelegt wird. Und schon im Vorraus haben sich die Kritiker vor Lob fast nur so überschlagen. Eigentlich führte schon vor Verkaufsstart kein Weg daran vorbei, dass Bioshock Infinite nicht Spiel des Jahres 2013 werden müsste! Dabei erwartet uns dieses Jahr doch auch noch u.a. der Knaller GTA V. Ich habe es nun, nach etwa 12 Stunden durchgespielt und möchte ein paar Worte dazu loswerden.

Was ihr bei Bioshock 3 machen müsst und wie das ganze funktioniert, das will ich hier gar nicht erzählen, denn das hat schon der Jens von GameExperience sehr gut gemacht. Ich möchte viel leiber darüber schreiben, wie es denn war. Denn es war gut. Aber lange nicht so gut, wie diverse Kritiker es herausgeschrien haben. Die welt ist wieder einmal großartig. Bunt, lebendig und voller kleiner Details, die das ganze Spiel einfach liebenswert machen. Jedoch ist es sehr ähnlich zu Bishock 1 und 2. Klar, wir befinden uns nicht mehr unter den Wogen des Atlantiks, sondern in der über dem Atlantik schwebenden Stadt Columbia, doch irgendwie erinnern viele Ecken an Rapture aus Teil 1. Das bunt überzeichnete Bild wird an vielen Stellen von grausamster Gewallt zerrissen. Man kann sich daran verstören, doch ich finde es überaus passend. Denn Bioshock ist ein Spiel der Extreme. Nicht nur was die die Ausgestalltung der Spielumgebung und der hervorragenden Story angeht, sondern eben auch in der Darstellung der Gewallt.

Das Gameplay unterscheidet sich nur in Nuancen von den beiden Vorgängern. Mit der einen Hand führen wir wieder eine Waffe, mit der anderen können wir nützliche Zaubertricks vollführen und so Gegner in Flammen setzen oder elektrische Sprengfallen platzieren. Neu ist das nicht, aber auch nicht gerade langweilig. Denn durch immer neue Kombinationen und Upgrades, kann man seinen eigenen Stil entwickeln und immer wieder neu gegen die vielen unterschiedlichen Gegner vorgehen. Diese sind religiös, politisch und vorallem extrem patriotisch motiviert und versuchen uns das Leben zur Hölle zu machen. Und überhaupt ist die Storry wieder überragend und der Grund, warum ich immer wieder blind zu den Bioshock Spielen greife. Ich kenne keinen anderen Shooter, der so durch die Story fesselt undbegeistert. Ein sehr klug gestaltetes, verschachteltes Konstrukt an persönlicher Bezieheung, gesellschaftlichen Problemen und beeindruckenden Effekten, das sowohl historische als auch fantastische Elemente wundervoll kombiniert. Hut ab. Was am Gameplay dann doch zu überzeugen weiß ist, dass man nciht alleine Unterwegs ist. Mitten im Spiel bekommt man Elizabeth an die Seite gestellt, die sich nicht nur als handwerklich Geschickt herausstellt, sondern auch mit ihren Fragen, Erklärungen und Anekdoten immer wieder zu unterhalten weiß und den Spielinhalt enorm bereichert.

Was bleibt mir abschließend zu sagen. Für mich hätte das Spiel noch etwas länger sein dürfen. Klar, natürlich will man für die investierten 50€ möglichst lange Spielspaß haben und die gebotenen 12h sind zwar dicht an Inhalt, aber am Ende doch nur 12 Stunden. Dazu fehlt auch ein Multiplayer, was mich schon sehr ärgert, da ich den Mehrspieler in Bishock 2 doch gelungen fand. In meinen Augen ist der Unterschied zu den Vorgängern einfach zu gering, da hätte man sich durchaus etwas mehr trauen können (zumindest was das Gameplay angeht). Die Story ist unschlagbar und der Spielspaß top. Wenn ich hier eine Bewertung in Prozent machen sollte, würd diese bei etwa 85% liegen und im Shooter-Enre wohl nur von Bishock 1 getopt werden.

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52 Games: Wasser

Und schon wieder der nächste Beitrag für das Zockwork Orange Projekt 52 Games. Aber es würde ja nicht 52 Games heißen, wenn man nicht jede Woche ein Thema zu bearbeiten hätte. Und außerdem ist das eine schöne Chance, hier regelmäßig Leben einzubringen. Nachdem wir alle letzte Woche zu Kindern in Videospielen unseren Senf gegeben haben, lautet das Thema für Runde 16 Wasser.

Wasser kommt in Computer- und Videospielen in den unterschiedlichsten Arten und Weisen vor. Mal dient es als Rennstrecke, mal als Begrenzung eines Levels und mal einfach als das Medium, durch dass man schwimmenderweise hindurch muss. Mich hat jedoch ein Spiel besonders Begeistert, in dem das Wasser als Lebensraum genutzt wird. Naja, nicht direkt das Wasser, aber ziemlich genau unter Wasser. Ich spreche natürlich von BioShock.

Mitte der 50ger Jahre hatte ein gewisser Andrew Ryan die Schnauze voll von der Welt und besonders von der Gesellschaft, die sich auf ihr breitgemacht hatte. All die vielen politischen Systeme, Religionen und Wirtschaftsformen waren ihm viel zu bestimmend und engten ihn, und eine Gruppe von Gleichgesinnten, so stark ein, dass sie sich einfach nicht mehr frei entfalten konnten. Also beschloss man kurzerhand eine eigene Gesellschaft zu gründen, frei von weltlichen Zwängen. Und wo sollte das besser gehen als auf dem Grund des Pazifiks, der einerseits noch niemandem gehörte und andererseits unerwünschte Besucher fernhalten würde. Mit hohem finanziellem und personellem Aufwand baute man schließlich Rapture, die Stadt unter den Wellen.

Doch viel mehr möchte ich auf den Spielinhalt gar nicht eingehen, außer, dass BioShock und auch der Nachfolger, mit zu den besten Shotern gehört, die ich bisher gespielt habe. Und Wasser trägt dazu einen erheblichen Teil bei. Durch jedes Fenster, an dem man in Raptuere vorbei läuft, blickt man in das unergründliche blauschwarz des Ozean. Fischschwärme ziehen langsam vorbei und Algen tanzen geisterhaft in unsichtbaren Strömungen. Der hohe Wasserdruck, der auf den Stahlkonstrukten, aus denen Rapturen besteht, lastet, lässt die gesamte Anlage knirschen und stöhnen wie einen gewaltigen, eisernen Walfisch. Hin und wieder platzt ein Ventil und Wasser füllt eine Sektion mit brutaler Geschwindigkeit. Überall tropft es von den Decken. Es gluckert, spritzt und platscht. Und wenn man über Konsolen Geruch wahrnehmen könnte, dann würde sich das heimische Wohnzimmer sicher schnell mit einem nach Salz riechendem Dunst füllen und die „gefangen unter Wasser“-Atmosphäre wäre perfekt.

Doch auch so schon macht BioShock mit dem Einsatz des Wassers alles richtig. Für den Helden, also uns, ist es der einzige Weg, der uns in die Freiheit bringen könnte. Gleichzeitig ist es jedoch unser größter Feind (abgesehen von den Supermutanten, dem Horror und dem Chaos, welche überall auf Rapture zuhause sind) und zeigt unbarmherzig seine vollkommene Überlegenheit.

Hach, wenn ich darüber so sinniere, möchte ich das Spiel gleich wieder einwerfen und erneut durchspielen. Von der Badewanne aus. Oder zumindest mit meinen Füßen in einer Schüssel voller Salzwasser.

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