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gelesen: Robert A. Heinlein – Farmer im All

So, endlich habe ich es geschafft den zweiten Titel von der Hugo-Award Liste zu lesen. Dabei handelt es sich um das SF-Werk Farmer im All von Robert A. Heinlein, welches den Preis im Jahr 1951 verliehen bekam.

In dem Universum, das Heinlein uns vorgibt, ist die Erde total überbevölkert und kann nicht mehr alle Menschen ernähren. Deshalb gibt es ein Programm der US Regierung, zu dem sich Freiwillige melden können. Diese werden dann auf den Jupitermond Ganymed gebracht, wo sie einen Außenposten der Menschheit aufbauen und dazu noch Nahrung anbauen sollen. Diese soll dann nicht nur den Außenposten versorgen, sondern auch noch als Wirtschaftsgut dienen, mit dem Handel mit der Erde getrieben werden soll.

Der Roman konzentriert sich eher weniger auf technischen Science-Fiction Schnickschnack, sondern mehr auf das Zwischenmenschliche zwischen den Siedlern des Jupitermondes, was mir als sehr ungewöhnlich aufgefallen ist. Geschrieben ist das Buch aus der Perspektive eines noch nicht volljährigen Jungens, der mit seiner Familie nach Ganymed aufbrechen soll. Dieser hat nämlich einerseits Probleme mit seinem Vater, der ihn oft noch gerne bevormundet (da er sich Sorgen macht). Andererseits muss er sich mit anderen Siedlern seines alters auseinandersetzen, die ihm nicht unbedingt immer freundlich gesinnt sind. So wird man lesender weise Zeuge, wie durch die Einführung von Pfadfinderregeln eine gesellschaftliche Ordnung zu schaffen versucht wird und wie der junge Mann sich abmüht, auf dem fremden Planeten eine Wohnhaus für seine Familie zu erbauen und das umliegende Land nutzbar zu machen. Natürlich müssen dabei schwerwiegende Probleme, wie knappe Ressourcen oder widrige Wetterbedingungen, überwunden werden.

Insgesamt war es eine sehr interessante Geschichte, die mich besonders durch den Fakt, dass sie nicht zu sehr auf die Zukunftstechnik abhebt und aufzeigt, dass auch kommende Generationen noch viel mit sozialen und gesellschaftlichen Problemen zu kämpfen haben werden. Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass die Story in einer nicht allzu fernen Zukunft spielen soll. Zwar erwähnt Heinlein keine konkrete Jahreszahl, aber er schreibt vom 21 Jahrhundert.

Heinlein werde ich im weiteren Verlauf des Projektes noch ein paar mal lesen, denn insgesamt wurden 5 seiner Werke mit dem Science-Fiction Preis ausgezeichnet. Doch zunächst widme ich mich Alfred Besters „Sturm aufs Universum“, den Preisträger aus dem Jahr 1953 (1952 wurde die Preisverleihung ausgesetzt). Das kann aber sicher wieder ein paar Monate dauern, denn der Stapel der ungelesenen Bücher zwingt mich vorher noch ein paar andere Titel zu lesen.

Eine weitere interessante Fragestellung, die sich nach der Lektüre für mich ergeben hat ist jene, warum wir noch so weit entfernt sind einen Fuß auf fremde Planeten zu setzen?! Es ist jetzt gute 40 Jahre her, dass der letzte Mensch auf dem Mond war. Danach wurden keine ernsthaften Versuche unternommen, einen fremden Planeten zu besuchen. Warum?! Meiner Meinung ist es einfach nicht lukrativ. Noch haben wir alles auf unserem Planeten was wir benötigen. Platz haben wir auch noch etwas und Nahrung auch. Doch was ist, wenn das einmal vorbei ist?! Werden wir dann wirklich bald (relativ) eine regelmäßige Shuttle-Verbindung zum Mond oder Mars haben?! Spannend wär es ja.

Hier könnt Ihr alle meine bisherigen Artikel (einen weiteren) zum Hugo-Award nachlesen.

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gelesen: Foundation Trilogie – Isaac Asimov

Wie vor ein paar Beiträgen angekündigt, habe ich mir vorgenommen, die gesamten Gewinner des Hugo-Awards zu lesen. Nun habe ich endlich das erste Buch, die Foundation Trilogie von Isaac Asimov durch und muss ehrlich gesteht, dass die Motivation schon an einem Tiefpunkt angekommen ist.

In Asimovs Werk von 1946 geht es darum, dass der Mathematiker Hari Seldon mit der Methode der Psychohistorik vorausberechnet, dass das bestehende galaktische Imperium zusammenbrechen wird und es 30000 Jahre dauert, bis sich ein neues Imperium aus den Trümmern erhebt. Um diesen Zeitraum deutlich zu verkürzen, entwickelt er einen Plan und gründet darauf hin die Foundation, eine Gesellschaft von Wissenschaftlern, die sich am Rande des Universums niederlässt. Durch die Unterstützung der Foundation soll das neue Imperium bereits in 1000 Jahren wieder gegründet sein. Es beginnt die Zeit des Wartens. Die Foundation wächst und gedeiht und immer zu Krisensituationen taucht eine Botschaft Seldons auf und erklärt den Bewohnern, wie sie die Kriese meistern können.

Der Roman steigt immer zu Kriesenzeiten ein und erzählt für mehr oder weniger 100-200 Seiten was gerade passiert und wie die Sache ausgeht. Man lernt viele unterschiedliche Charaktere kenne, kann sich aber auf keinen richtig einstellen, denn nach weiteren 100 Seiten sind wieder 100 Jahre vergangen und die netten Charaktere sind Geschichte. Und so ließt man sich von Kriese zu Kriese und von Jahrhundert zu Jahrhundert, immer mit dem Wissen, dass Seldon das ja eh vorherberechnet hat und die Foundation die Sache schon irgendwie überstehen wird. Spannend wird es nochmal, wenn ein paar Mutationen auftreten, mit denen Seldon nicht gerechnet hat. Denn dann muss auch die Foundation bluten und plötzlich alleine den Kopf aus der Schlinge ziehen.

Alles in allem hat mich das Buch aber nicht besonders gefesselt und ich bin wirklich froh, dass ich es endlich durch habe. Ich hoffe, dass die folgenden Werke auf der Hugo-Liste spannender sind, lese aber zwischendurch mal auch was anderes.   

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Leseprojekt Hugo-Award

Da ich noch nicht genug Bücher habe, die ungelesen auf meinem Pile of Shame liegen, habe ich mir ein kleines Leseprojekt vorgenommen. Dabei geht es um SC-FI Bücher, ein Genre, dass ich in den letzten Jahren etwas vernachlässigt habe. Als Orientierungshilfe werde ich mich am Hugo Award ausrichten, einem Lesepreis, der jährlich für die beste SC-FI-Veröffentlichung verliehen wird. Und da dieser Preis bereits seit 1953 verliehen wird, könnt ihr euch vorstellen, wie viele Bücher ich lesen muss. Naja, ein paar Bücher von der Liste habe ich schon gelesen und außerdem kann ich durch dieses Vorgehen sichergehen, dass ich nur Klassiker und keinen Schund vorgelegt bekomme.

Den Anfang habe ich gestern mit dem ersten Band auf der Liste gemacht: Isaac Asimov – Der galaktische General. Das Buch als einzelnes gibt es so nicht, aber der glaktische General ist Bestandteil von Asimovs klassischer Foundation-Trilogie. Also liegt nun der 900Seiten Schinken auf meinen Nachttisch.

Eine Übersicht der Bücher, durch die ich mich chronologisch durcharbeiten werde, findet mach auf der Wiki Seite des Hugo Awards. Ich bin mal gespannt, wie lange ich für das Projekt benötigen werde.

P.s. Wer mitlesen möchte, ist natürlich herzlich dazu eingeladen. Dann kann man auch nach jedem Buch ein wenig diskutieren und sich austauschen.  

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