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live: Bratze

Ich finde Bands, deren Mitglieder noch eigenständig ihr Equipment vor der Show aufbauen müssen, super. Deshalb sind mir die beiden Hamburger Jungs von Bratze wahrscheinlich so sympatisch. Und da der Auftritt der Kapelle das letzte Konzert war, dass ich mir in Bremen ansah (muss 2008 gewesen sein), war klar, dass ich deren Auftritt hier in Stuttgart nicht verpassen würde.

Der Auftritt in Bremen war legendär. Draußen war es bitterkalt, aber im Club hat die Menge so getobt, dass es von der Decke getropft hat und sich in den Verstärkern Kondenswasser bildete, was zu wiederholten Totalausfällen führte. Und da die Fenster nicht aufgemacht werden konnten, dauerte das Konzert dank Zwangspausen und improvisierten Akustik-Einlagen gefühlte 4 Stunden. Im Stuttgarter zwöfzehn lief alles wie am Schnürchen. Die Band spielte, die Menge (ist doch noch ganz schön voll geworden) tobte und alle hatten ihren Spaß. Ich muss ehrlicher Weise zugeben, dass ich nicht mehr ganz so auf dem Laufenden war, was das Duo so in letzter Zeit veröffentlicht hatte, aber auch die neuen Stücke sind wirklich sehr gelungen. Trotzdem behalte ich Bratze lieber in 2008 Erinnerung und feier am liebsten zu den Hits vom ersten Album- Kraft. Denn Knaller wie Im Auge Des Lachs, oder Jean Claude sind einfach unschlagbar und ich kann sie immer noch mitgröhlen. Wer auf Elektorpunk der ersten Stunde steht, bei dem auch ein wenig nachgedacht wurde, der hört rein und kauft die Alben. Die Jungs haben es auf jeden Fall verdient. Und wenn die mal bei euch um die Ecke spielen, geht hin. Allein der exzessive Einsatz der Nebelmaschine lässt einen schnell die läppischen 13€ Eintritt vergessen!

Bratze beim Aufbauen in Stuttgart

Bratze beim Aufbauen in Stuttgart

P.s. Hier, noch ein Schätzchen gefunden. Der kurze Beitrag zum Bratze Konzert 2008 auf dem alten Blog.

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live: Bloc Party

Und dann gibt es diese Bands, die kannst du hundert mal hören oder live sehen und wirst ihrer nicht überdrüssig. The Hives z.B. Oder Beatsteaks & Queens of the Stone Age. Oder eben Bloc Party. Deshalb habe ich auch keine Sekunde überlegt, als ich laß, dass die vier Biten im November in Stuttgart aufspielen würden und orderte sofort Tickets. Und was soll ich noch sagen, es war wieder einmal eine große Ehre die Jungs aus London sehen zu dürfen. Warum?! Weil sie vom soften Pop über soliden Indie bis zum krachenden Rock einfach alles spielen können. Überzeugen. Punkt.

90min ein Hit nach dem anderen und dabei volle Konzentration auf die Alben 1 & 4, die meiner Meinung nach einfach die beiden besten sind. Und das Stuttgarter Theaterhaus ist einfach eine wundervolle Location, um großartige Konzerte zu sehen.

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live: Elektrik Kezy Mezy

Bei meinem Artikel zum Konzert der A Place To Bury Strangers schrieb ich ja schon was von einer tollen Vorband, zu der ich mich nochmal gesondert äußern wollte. Diese tolle Vorband ist Elektrik Keazy Mezy aus München. Die beiden Jungs schafften es auf unglaublich charmante Art und Weise 60gerjahrerock so zu verpacken, dass sogar ich mich dafür beigeistern konnte. Obwohl kaum 20 Leute im Publikum standen, spielten die Münchener ein solides Set und gaben einfach alles. Großartig! Gedankt wurde es ihnen durch tobenden Applaus, der eben 20 Anwesenden. Wäre der Laden voll gewesen, hätte man sich A Place To Bury Strangers sparen und weitere Zugaben der Vorband fordern können. Auf jeden Fall steht Elektrik jetzt auf meiner Beobachten-Liste und ich freue mich schon sehr auf das neue Album, das bald erscheinen soll. Das erste (Elektricity) der Band ist nämlich schon 2008 erschienen, rockt aber auch heute noch gewaltig. Außerdem soll bald wohl eine Deutschland-Tour folgen und ich hoffe, dass die Zwei auch hier bei uns in stuttgart auftauchen. Jedem Münchener kann ich aber schon heute nur ans Herz legen die Augen offen zu halten und sich definitiv einen Auftritt von Frank Kezy und Amadeus Mezy anzusehen. Hut ab.

Hier geht es zum Facebook-Auftritt von Elektrik Kezy Mezy. Die Jungs freuen sich sicher über jeden like.

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live: a place to bury strangers

Man könnte ja schon fast annehmen, dass mir die Ohren abgefault wären, solange wie ich hier schon nichts mehr über Musik gesagt habe. Doch dem ist nicht so. Alles noch dran und Musik hören die auch noch. Erst vor ein paar Wochen wurde bei mir der Konzert-Herbst eingeläutet. Und das mit keiner geringeren Band als A Place To Bury Strangers, aus dem momentan vom Wetter geplagtem NY. Ich weiß nicht mehr, wie lange ich schon dieser Band hinterherschmachte, aber ich weiß, dass ich sie zum ersten mal irgendwann mitten in der Nacht bei ARTE-Tracks gehört habe. Damals als Live-Band der Woche, mit der Bildunterschrift extremlaut.

Extremlaut?! Davon wollte ich mich natürlich selbst überzeugen und war fix am Ticketschalter, als ich laß, dass die Amerikaner im beschaulichen Stuttgart spielen sollten. Die Überraschung war etwas groß, als wir etwa eine Stunde nach Einlass in den Club kamen und dort nur 2 Barkeeper und einen Tonmann vorfanden. Auf meine Frage “Können wir bitte zwei KornAhoi haben und wisst Ihr, wo die ganzen Leute bleiben?!”, bekammen wir die Antwort, dass etwa 20 Tickets im Vorverkauf verkauft wurden und 2 VodkaAhoi, weil es in Stuttgart keinen Korn gibt. Ein paar Bier und eine tolle Vorband (zu der ich gesondert noch mal was schreiben möchte) später, waren wir dann doch noch etwa 70 MannFrau und versammelten uns dich vor der Bühne nur um nach den ersten Tönen wieder ein paar Schritte Abstand zu nehmen.  Ein Tip für die Zukunft: wenn ARTE sagt, dass eine Band laut ist, dann kann man das unterschreiben.

Gott, waren die laut. Ich kann mich kaum noch an die Songs erinnern, die sie gespielt haben, denn bei der Lautstärke, die aus Gitarre, Bass, Drums und Synthesizer auf das Publikum losgelassen wurde, konnte man kaum ein Wort vom Gesang verstehen. Es war so laut, dass ich kaum noch jemanden ohne Ohrstöpsel gesehen habe. Und es war so laut, dass es mir zu laut war. Und das hat schon was zu bedeuten. Alos, um das Konzert mal kurz zusammenzufassen, es war 70 Minuten lang zu laut. Ein paar dB weniger hätten auch gereicht und dann wäre es vielleicht auch gut gewesen. So nehme ich für mich mit, dass ich A Place To Bury Strangers lieber von zu hause auf meiner Stereoanlagen aus weiterverfolge. Denn da kommen Sie unglaublich gut rüber. Als Beweis eine kleine Kostprobe, bei der ich mir auch zu 85% sicher bin, dass sie auf dem Konzert gespielt wurde.

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Die Batman Erfahrung

Batman, der dunkle Ritter oder auch gerne schlicht die Fledermaus, kennt man aus diversen Medien. Nicht nur im ursprünglichen Comic ist er zu finden, sondern auch diverse Auftritte in Filmen, Zeichentrickserien und Videogames kann er sich in den Lebenslauf schreiben. Und jetzt gibt es Batman auch auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Richtig, im Theater. Oder besser gesagt im Musical. Oder, was denn eigentlich?!

„Batman live“ leuchtete es mir von einer Plakatwand entgegen als ich Anfang des Jahres mal wieder in London war. Doch viel konnte ich damit nicht anfangen. Meine Freundin, die zu der Zeit ein Praktikum in der Großstadt an der Themse absolvierte, ging dem ganzen dann auf die Spur und was dabei herauskam war eine sehr verlockendes Geburtstagsgeschenk für mich. Als großer Fan des Superhelden aus Gotham City, habe ich mich natürlich sehr über die Eintrittskarten für eine der Eröffnungsshows in der O2-Arena gefreut.

Ende August statteten wir beide also der britischen Hauptstadt einen weiteren Besuch ab. Mit dem Wassertaxi, übrigens eine super Art um London mal aus einer anderen Perspektive zu sehen, ging es dann zur O2-Arena in den Osten der Stadt. Allein das Bauwerk an sich ist schon einen Besuch wert. Völlig ahnungslos was uns erwarten würde, nahmen wir mit rund 5000 anderen Batman-Fans, einige davon schwer verkleidet, Platz unter der riesigen Kuppel und warteten gebannt auf den Anfang. Das Bühnenbild zeigte Gotham City selbst und war eine gelungene Mischung aus festem Requisiten, riesigen LED-Screens und hunderten von Lasern, Scheinwerfern und Nebelmaschinen. Diverse Kletterseile und Sicherungsmechanismen an der Hallendecke ließen Flugeinlagen vermuten. Bitte nicht zu viel Gesang, war jedoch mein einziger Gedanke.

Dann ging es auch schon los. Nach kurzer Zeit verwandelte sich das Bühnenbild in einen Zirkus, der auch Hauptspielplatz für die gesamte Show sein sollte. Erzählt wurde die Geschichte von Dick Grayson, einen Akrobaten-Sohn, der Zeuge des Mordes an seinen Eltern wird und darauf hin Rache schwört. Doch in Gotham City wird kein Verbrechen begangen, ohne das Batman davon früher oder später erfährt. Und so machen sich die beiden auf die Jagt nach dem Mörder. Und das wir uns in einem Zirkus befinden, dürfte wohl klar sein, wer als Hauptverdächtiger in Frage kommt. Doch nicht nur der Joker hat seinen Auftritt (Hauptrolle), sondern auch diverse andere Bösewichte aus dem Batman-Universum.

Und dann ging es auch schon richtig zur Sache. Es wurde gekämpft und durch die Gegend geflogen, die unterschiedlichsten Zirkusshows wurden aufgeführt, Raketenwerfer wurden abgefeuert und einige Gegenstände in Flammen gesetzt. Und das Beste: es wurde nicht gesungen! Klar, die Sprachen war, wie man es bei einer Bühnenshow erwartet, etwas geschwollen. Und Bruce Wayne wirkte in seinen Fledermauskostüm so muskulös, als hätte er das eine oder andere Nahrungsmittelergänzungspräparat zu viel eingenommen. Doch zuletzt bekamen die Zuschauer eine sehr gute und unterhaltsame Show sowie Batman-Story erzählt. Ob man für 90min seichte Unterhaltung jedoch die hohen Eintrittspreise bezahlen möchte, muss dann doch jeder für sich entscheiden. Mir jedoch hat die ganze Veranstaltung gut gefallen.

P.S. Ich konnte leider keine Fotos machen, da dies zu Beginn der Show verboten wurde und ich mir nicht den Zorn des Batmans auferlegen lassen wollte. Doch sicher kann man auf den bekannten Videoplattformen den einen oder anderen Ausschnitt aus der Show sehen. Und wer das ganze auch mal live erleben möchte, kann dies Anfang 2012 sogar in diversen deutschen Großstädten.

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live: Mediengruppe Telekommander

…mal wieder.

Zum Abschluss ihrer Deutschlandtour haben sich die beiden Musiker das beschauliche Stuttgart rausgesucht. Während sie vor knapp 2 Jahren ihr aktuelles Album “Einer Muss in Führung Gehen” in der Stuttgarter Röhre vorstellten, entschied sich die Band diesmal für den überschaubaren Keller Club. Wir machten uns schon Sorgen, dass die Show wohlmöglich ausverkauft sein, da der Keller Club nur knapp 250 Leuten Platz bietet und wir Karten erst an der Abendkasse kaufen wollten. Und dann traffen wir erst 45min nach offiziellem Start in dem Club an! Aber es gab noch Karten! Und während die Vorband (Einzelartikel folgt) schon voll dabei war, lümmelten sich nur knapp 30 Personen im Publikum rum.

Entsetzt und etwas traurig konnte ich meinen Augen nicht trauen. 30 Leute. U fukin´kidding me?! Mediengruppe Telekommander und nur 30 Leute im Laden. Nun gut. Und während die finnische Vorband einen Song nach dem anderen von der Bühne prügelte, füllten sich die Räumlichkeiten doch noch etwas, sodass zum Beginn des Hauptkonzertes doch etwa 100 Leute anwesend waren.

Die Mediengruppe trat in Minimalbesetzung an. Also 2 Leute. Eine Gitarre und ein Bass. Und das war perfekt, denn bei gut der Hälfte der Songs wurden die Instrumente in die Ecke gestellt und der gute, alte Elektro-Rap gefeiert. Massenweise Songs von den ersten beiden Alben wurden unter das anwesende Volk gebracht, das zum Dank zeigte, dass man nicht unbedingt ein ausverkauftes Haus braucht, um ordentlich abzufeiern. Und so verging das Konzert auch wie im Flug. Ein kurzer Ausblick (2 Songs) auf das neue Album lässt vermuten, dass es wieder etwas in Richtung “Die Ganze Kraft Einer Kultur” geht. Weniger Instrumente und dafür mehr HipHip. Lassen wir uns überraschen.

Was mir außerdem sehr gefiel war, dass es der Band nichts auszumachen scheint, ob sie vor tausenden vor Leuten auf einem Festival, oder in einer nicht mal ausverkauften Klitsche im Ländle spielen. Sie sind immer voll dabei, heizen dem Publikum ordentlich ein und lassen das Publikum bis zum Erbrechen schreien.

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gezockt: Assassins Creed Brotherhood

Vor knapp zwei Monaten habe ich Assassins Creed 2 durchgespielt und gesagt, dass es das beste Spiel war, das ich jemals gezockt habe. Ist auch immer noch. Deshalb habe ich mich auch sehr gefreut, dass kurz darauf Assassins Creed Brotherhood veröffentlicht wurde und ich es mir beim Besuch meiner Freundin in London (wo übrigens Assassins Creed Werbung auf jeder freien Werbefläche in der Stadt zu finden war) gleich zugelegen konnte.

Kaum war ich aus London wieder da, lief auch schon die Xbox und das Spiel wurde eingelegt. Und… … … es ist Assassins Creed 2 nach Rom versetzt. Viel neues gibt es nicht aufzuzählen. Ok, der Assassine Ezio hat einen neuen Feind, der die Stadt kontrolliert, und den wir also schnellstmöglich aus dem Weg räumen wollen. Ezio kann auch ein paar neue Tricks, um seine Gegner möglichst schnell auszuschalten. Außerdem kann Ezio jetzt auch Schüler aufnehmen und diese ausbilden. Diese Nachwuchsassassinen erweisen sich dann oft als sehr nützlich bei einigen Aufträgen. Das wars dann aber auch schon an Neuerungen im Storymodus.

Wie schon gesagt, sind wir in Assassins Creed Brotherhood nicht mehr in der Toscana oder in Venedig unterwegs, sondern im “groß”artigem Rom. Die Stadt ist wirklich riesig und es gibt eine Menge zu entdecken (nicht nur an der Oberfläche, sondern auch in der Kanalisation). Hat man genug Geld verdient, kann man auch diverse berühmten Gebäude kaufen und mit denen dann noch mehr Geld verdienen. Irgendwann hat man dann soviel Geld, dass man garnicht mehr weiß was man damit anfangen soll.

Es gibt zwei Möglichkeiten die Aufträge im Story-Modus erfolgreich zu beende: man bekommt 100% wenn man besondere Ziele erreicht, oder man bekommt 50% wenn man diese besonderen Ziele eben nicht erreicht. Wie David von Zockwork Orange schon sehr schön geschildert hat, ist diese Funktion total bescheiden, weil die besonderen Ziele oft so schwierig sind, dass ich fast behaupten wurde, dass es unmöglich ist alle Missionen auf 100% durchzuspielen. Zum Glück bracht man das dann auch nicht.

Ganz nett dagegen ist der neue Trainings-Modus, in dem man unterschiedliche Hindernisparkure oder Kampfherausforderungen bewälltigen kann. Spielt man solch eine Herausforderung durch, wir die persönliche Bestzeit online eingetragen und mann kann sich mit seinen Freunden vergleichen. Außerdem gibt das einen sehr guten Trainingseffekt für den Storymode.

Das beste an Assassins Creed Brotherhood ist allerdings der neue Multiplayer-Modus. Dort schlüpft man in die Haut eines Abstergo-Schülers (das sind die Bösen) und nimmt an einem Trainingsprogramm mit anderen Schülern teil. Ziel dieses Trainings ist es, die anderen auszuschalten. So steuert man dann durch ein Level, in dem sowohl menschliche Gegner, als auch zahlreiche computergesteuerte Zivilisten unterwegs sind. Dann erhält man einen Auftrag und muss einen anderen Spieler möglichst unauffällig zur Strecke bringen. Schafft man das, ohne vorher selbst Opfer eines Atentates geworden zu sein, gibt dies Punkte, durch die man Lvl. aufsteigt und neue Fähigkeiten erlangt. Da jeder in Spiel gleichzeitig Jäger und Gejagter ist, entsteht viel Dynamik und das ganze macht richtig Spaß.

Fazit: Assassins Creed Brotherhood ist nicht viel mehr als eine Erweiterung des zweiten Spiels. Es gibt kaum Änderungen im Storymodus, aber man kann durch eine wirklich tolle und riesige neue Stadt laufen und die Geschichte von Ezio noch ein bißchen vortsetzen. Das wirklich gute an der Erweiterung ist der Multiplayer-Modus, der mir sicher noch das eine oder andere interessante Match bringen wird. Deshalb gibt es abschließend folgende Bewertung.

Rating: ★★★★★★★☆☆☆ 


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live: Kate Nash

Was ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte, ist das Konzert von Kate Nash, das wir letzte Woche besucht haben. Richtig gehört: Kate Nash. Pop, könnte man auch sagen. Doch so popig war es garnicht, denn die kleine Kate hat ganz ordentlich auf die Rock-Tröte gedrückt und mächtig Dampf gemacht.

Mit Band und zwei Alben im Gepäck, trat die Britin am Dienstag im Theaterhaus in Stuttgart auf. Ich würde schätzen, dass sich mit uns rund 1000 Besucher dort eingefunden hatten und das ganze dadurch zwar nicht klein und kuschelig, aber trotzdem sehr angenehm war. Frl. Nash, gekleidet in einem hautengen Latex/Leder-Kostüm, wechselte ständig zwischen Gitarre und Piano und spielte wohl jeden Song ihrer zwei Alben und ließ es dabei ordentlich krachen. Ich hätte nicht gedacht, dass eine Person ihres Kalibers, so fluchen kann und dies auch auf der Bühne durchzieht (es waren immerhin einige sehr junge und auch mehrere eher ältere Mitbürgen im Saal).Ich muss sagen, dass ihre Songs live deutlich fetziger rüber kommen, als auf dem Album.

Alles in allem ein sehr schöner und angenehmer Konzertabend, der auch noch von der unglaublich absurden Vorband Supercute abgerundet wurde. Ich dachte zunächst, das wäre eine Verarsche, als die drei New Yorker Mädels auf die Bühne traten und anfingen, von Okulelen begleitet, schief über Sußigkeiten und Drogen zu singen. War aber anschließend doch begeister, denn sie haben ein Lied über Hula Hoops gesungen und dabei die ganze Zeit einen Hula Hoop um die Hüften kreisen lassen. Wer soetwas drauf hat, der muss gut sein.

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live: Blood Red Shoes

Und weil auf Konzerte gehen zu meinen größten Hobbies gehört, sind wir an dem Tag nach der JR:L gleich weiter zu den Blood Red Shoes aus England. Die haben nämlich auf ihrer Tour Halt in Stuttgart gemacht, genauer gesagt im Schocken. Und weil das das erste Solokonzert der Blood Red Shoes in Stuttgart war (die waren zwar schon mal da aber nur als Vorband von Maximo Park), war der Laden auch voll. Und weil die auch noch nette Musik machen ,war der Laden total voll. Und weil die Sängerin auch noch recht gut aussieht, war der Laden brechend voll. Ich kann nicht genau Sagen wieviele Menschen am Ende in dem Raum standen, da sie so dicht aneinander gedrängt waren, dass man keine einzelnen Konturen ausmachen konnte und nur nochg alles und jeden als eine wabbernde Masse wahrgenommen hat.

Die Vorband war irgendetwas amerikanisches und sehr laut. Außerdem hatte der Gitarrist einen super Schnurrbart und der Sänger mochte es sich auf dem Boden zwischen den Publikumsbeinen rumzuwälzen. Der Name ist mir jedoch entgangen.

Dann kamen die Blood Red Shoes. 50% der Band war noch sternhagelvoll vom Vorabend und die anderen 50% fanden das nicht so witzig und haben erstmal eine Schnute gezogen. Beim ersten Song waren auch noch einige Verspieler vom Schlagzeug zu hören. Ab Song No. 2 hatte sich das Schlagzeug aber wieder im Griff. Abwechselnd wurden neue und alte Lieder dem Publikum entgegengeschmettert. Das Publikum nahm dieses dankbar an und revanchierte sich mit heftigem Tanz. Unter den heftig Tanzenden waren auch einige ältere Semester, so 55+. Die wollten dann wohl auch mal jungen Mädelz aus Versehen an den Popo grabschen und dann sagen, dass es keine Absicht war und sie ja geschubst wurden. Es war jedoch witzig zu beobachten, wie sich die Schweißperlen auf den Glatzen dieser älteren Herren sammelten. Zum Glück haben alle überlebt. Und sowieso, war das Publikum er gehobeneren Alters. Also so um die 27.

Die Blod Red Shoes spielten 12 Songs und weil die Leute danach so einen riesen Lärm veranstalteten, legten sie nochmal 3 drauf. Woher ich das so genau weiß? Meine Freundin hat die Setlist geklaut. Sie hängt jetzt bei mir im Schlafzimmer an der Wand. Die Setlist, nicht die Freundin.

Abschließend möchte ich sagen, dass es mal wieder ein sehr gutes Konzert der beiden Menschen aus England war. Hatten sie micht noch bei Maximo Park etwas enttäuscht, bügelten sie ihre Fehler im Schocken wieder glatt. Es kam genau die Stimmung auf, wie als sie noch im Bremer Römer spielen durften und sich vor und nach dem Konzert durch die mit Astra betrunken gemachte Menschenmenge zu ihrem Backstageraum prügeln mussten.

Ein Hoch auf die Blood Red Shoes.

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live: Jägermeister Rock:Liga

Ist zwar schon ein paar Tage her aber ich komme erst jetzt zum niederschreiben.

Vergangene Woche war es so weit. Die Jägermeister Rock:Liga war mal wieder zu Besuch in Stuttgart und als Location haben sie sich wieder das LKA ausgesucht. Ein sehr netter Laden für Konzerte. Leider scheint das LKA zu groß zu sein für Bands wie Datarock, Does it offend you, yeah? und Hadouken. Denn obwohl alle drei an einem Abend spieleten und gerade mal 10€ Eintritt verlangte, war der Laden überaschend leer. Schade. Aber es sollte uns nicht weiter stören, denn wir waren mit einigen Leuten da, die Lust auf Musik hatten.

Die jungen Norweger von Datarock durften als erstes auf die Bühne, um dem Publikum für 45min einzuheizen. Sie begannen schleppend und spielten anfangs nur Sachen vom neuen Album, die keinen im Publikum wirklich zu begeistern schienen. Doch als sie dann zu den klassikern kamen, ging es richtig los. Schnell waren die ersten T-Shirts ausgezogen (auf der Bühne) und es wurde ordentlich crowdgesurft (Bandmitglieder). Sogar eine Wall of Love (eigentlich Wall of Death) wurde aufgebaut und zwar zu dem unglaublichen Song “Time of my Life” von Bill Medley & Jennifer Warnes, welcher in voller Länge von der Band gespielt und gesungen wurde. Leider als letzter Song, was für einen eher verhaltenen Abgang sorgte.

Nach kurzer Umbaupause standen dann Does it offend you, yeah? auf der Bühne und machten ihrem Namen alle Ehre. Denn sie offendeten ordentlich mit voll aufgedrehten Verstärkern, quietschenden Instrumenten und Gegröhle. Ein großartiger auftritt, der einen kleinen Vorgeschmack auf das kommende Album gab, welches wohl mehr Indie als Elektro enthalten dürfte. Der auftritt war im Nu vorbei und ich konnte feststellen, dass ich auch noch mit Brille pogotauglich bin.

Letzte Band des Abends: Hadouken. Die einzige, die ich vorher noch nie live gesehen habe. Und dann haben sie auch noch enttäuscht. Zumindest mich. Die Songs waren nur so runtergeleiert und allein die knackigen Beats die die Keyboard-Frau einspielte haben das Publikum zum Tanzen bewegt. Nach den ersten drei Stücken hat sich auch alles nur noch sehr monoton angehört und dann haben sie auch noch mein Lieblingslied so zerhackztückelt, dass ich es kaum wiedererkannt habe. Traurig.

Aber was noch trauriger war, sie haben mit einem schlechten Auftritt auhc noch gewonnen. Unfassbar. Gut, vieleicht lag es daran, dass direkt nach ihrem Auftritt abgestimmt (durch Schreien, Klatschen und einen Geräuschpegelmesser) wurde und die Leute noche twas aufgeheitzt waren, denn wenn es nach mir gehen würde, würden DIOY,Y? klar als Sieger des Abends hervorgehen. Das Endergebnis war: Hadouken (114db) vor DIOY,Y? (112db) vor Datarock (109db). Schade aber trotzdem ein gelungener Konzertabend.

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