… dann muss man schon mal für ein Konzert nach Kopenhagen fliegen.
Naja, ganz so weit ist es noch nicht gekommen, aber in Kopenhagen (das ist in Dänemark, da wo das LEGO und die HotDogs wohnen) war ich dieses Wochenende trotzdem. Und auf einem Konzert war ich da auch. Das ganze begann damit, dass ich meiner Freundin letztes Jahr versprach, sie auf ein Konzert der Klaxons einzuladen, fall die mal bei uns in der Nähe spielen sollten. Ich hatte nämlich kurz vorher die Klaxons auf dem MELT! 2009 gesehen und sie war ganz traurig und eifersüchtig, dass sie damals nicht mitkonnte.
Wie es der Zufall so wollte, spielten die Klaxons dieses Jahr bisher kein einziges Konzert in Deutschland und das, obwohl sie ein neues Album veröffentlicht hatten. Doch Dimensionen sind dehnbar und so beschloss meine Freundin, dass Kopenhagen ja recht nah um die Ecke ist (501 Flugmeilen von Stuttgart) und orderte online zwei Konzertkarten. Wie es der Zufall dann noch so wollte, ist meine Freundin gerade in London. Heißt also: sie fliegt von London nach Kopenhagen und ich fliege von Stuttgart nach Kopenhagen, damit wir uns gemeinsam ein Konzert der Klaxons, die dieses Jahr bisher keine Lust auf Deutschland hatten, anzusehen. Beste Idee ever.
Freitag um halb sechs sollte mein Flieger starten, doch die Lufthansa erwartete schlechtes Wetter und strich meinen Flug. Das teilte sie mir am Donnerstag Abend mit und schlug vor, dass ich doch schon das Flugzeug um 11Uhr nehmen sollte. Mal gut, dass ich flexiebel bin. Also bin ich Freitag Vormittag zum Flughafen und wartete auf das Boarding. Pünktlich zur Boardingzeit meldete sich dann eine nette Stimme aus den Lautsprächer, um zu verkünden, dass das Flugzeug etwas Verspätung haben wird. Wie viel später es wird, kann man momentan noch nicht sagen, denn es befindet sich noch in Kopenhagen und wartet, dass es starten darf. Irgendwann stellte sich raus, dass etwas Verspätung 90min sind. Naja, ich hatte mein Buch und war zuversichtlich. Irgendwann kam dann auch das Flugzeug und wir wurden mit dem Bus hingefahren. Endlich, dachte ich mir, doch ich sollte feststellen, dass ich mich zu früh gefreut hatte. Es stellte sich nämlich heraus, dass die Kabinentür nich richtig schloss. Deshalb ging es erstmal wieder zurück zum Gate. Nach etwas über 3 Stunden Verspätung (Deutsche Bahn lässt grüßen) konnten wir dann doch endlich starten.
Etwas gutes hatte die Verspätung meines Fluges aber doch, denn so würde ich fast auf die Minute genau zur gleichen Zeit in Kopenhagen landen, wie der Flieger meiner Freundin. Doch auch hier wieder zu früh gefreut, denn der Flug aus London hatte natürlich auch eine Stunde Delay.
Endlich wieder vereint in Dänemark ging es mit dem Zug zum Hauptbahnhof und dann weiter, durch den heftigsten Schneesturm, zu unserm Hotel: dem Copenhagen Island. Schick wars. Etwas südlich von der Innenstadt gelegen, brand neu und mit Design-Schickschnack ausgestattet. Großer Bonus: großes Frühstücks-Bufett inkl. warmer Würstchen. Wer hier schon länger mitließt oder mir bei Twitter folgt, wird wissen, dass ich zu warmen Würstchen zum Frühstück nicht nein sagen kann.
Samstag war dann erstmal Sightseeing angesagt. Und ich kann euch sagen, dass ein Besuch in Kopenhagen durchaus lohnt, denn es gibt vieles zu den Themen Religion, Kultur und Design zu sehen. Jedoch will ich euch vorschlagen lieber den Sommer als Reisezeit zu nehmen, denn vom Städtebau ist die Hauptstadt der Dänen sehr gut durchorganisiert und strukturiert. Das hat zur Folge, dass es dort überall zieht und eisieger Wind + Schneeregen sind nicht unbedingt die beste Voraussetzung, um eine Stadt zu entdecken. Deshalb verbrachten wir auch viel Zeit im Inneren. Cafés und Shoppingmöglichkeiten waren sehr beliebt.
Abends ging es dann zum Konzert. Das Amager Bio stellte sich als top Location für Konzerte heraus. Der einzige Nachteil: wir mussten Tuborg trinken. Überaschender Weise war der Laden jedoch noch recht leer als wir kurz vor Anpfiff um 21Uhr dort aufschlugen. Doch als die Vorband (Is Tropical) anfing zu spielen, füllte sich der Saal nach und nach. Mit den Briten wusste ich leider nicht viel Anzufangen. Zwar waren ihre Songs eine eingängige Mischung aus Pop, Electro und Indie, jedoch langweilten sie schnell und dadurch dass die Bandmitglieder alle mit Atemschutzmasken auf der Bühne standen, hörte sich auch der Gesang etwas sehr nasal an.
Um 22Uhr standen dann endlich die Klaxons auf der Bühne und leiferten eine sehr ordentliche Show ab. Das Amarger Bio war zwar nicht zum Bersten gefüllt, aber voll genug, damit gute Stimmung im Publikum aufkam. Und die Band aus UK sorgte für den Rest. Wenn ich es richtig mitbekommen habe, wurden alle Songs von den bisherigen zwei Alben gespielt. Hochwertiger Electro-Indie. Die gewaltige Lichtanlage sorgte an diesem Abend für das besondere etwas. Ich habe selten bei solchen “kleinen” Bands wie den Klaxons so eine coole Lichtshow gesehen. Hier ein kleiner Ausschnitt der Show.
Heute Mittag ging es dann auch schon wieder zurück nach Stuttgart bzw. London. Diesmal ohne Verspätung. Fazit: Kombination aus Städtereisen + Konertbesuch ist durchaus eine Sache, an die wir uns gewöhnen könnten und die wir sicher auch wiederholen werden (z.B. Silvester mit den Foals in London ins neue Jahr feiern). Kopenhagen werden wir definitiv wieder einen Besuch abstatten. Dann aber im Sommer.
P.s. einige werden sich schon gewundert haben, warum es hier in letzter Zeit so ruhig geworden ist. Ich hatte einiges zu tun und war viel unterwegs. Wo ich alles war und was ich alles so erlebt habe und was sonst noch so passiert ist, das werdet ihr alles hier nachlesen können, denn ich verspräche wieder regelmäßig zu bloggen. Danke fürs Dranbleiben.
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