blogios

alles ist blogios…

gelesen: Batman Vol. 1 – The Court of Owls

Im langen Reigen der DC New 52ger Serie, darf natürlich einer nicht fehlen. Einer, der seinen Auftritt auch schon im Justice League Team hatte. Batman, Freunde, Batman. Und das wird nicht die einzige Serie bleiben, denn nach einfach nur Batman kommt auch noch Batman – Detective Comics, Batman The Dark Knight, Batman & Robin, Batwing, Batwoman, Batgirl… und und und. Selbst die einzelnen Robins bekommen noch ihre eigenen Hefte.

Doch zurück zu The Court of Owls, denn darin kommt Batman nämlich ordentlich in Schwierigkeiten. Alles beginnt mit einem Mordfall, der klar nach Ritualmord aussieht. Und dann sind da noch all die Messer, mit Eulen drauf. Und diese Nachricht auf der Wand: Bruce Wayne will die. Das ist mal eine Ansage. Nach reichlich Recherche und Detektivarbeit kommt Batman einem geheimen Kult auf die Spur, der scheinbar schon seinen Ur-Großvater beschäftigt hat. Und dann ist da noch der Auftragskiller, selbst nach einer ordentlichen Tracht Prügel wieder aufsteht und verschwindet. Nach dem Batman das Versteck des Kultes ausfindig gemacht hat, wird er darin gefangen und erliegt fast dem Wahnsinn. Doch Batman wäre nicht Batman, wenn er sich nicht auch aus solch einer Situation heraus retten könnte. Wenn auch nur knapp. Zwar besiegt der Dunkle Ritter den Champion des Kults, doch die letzten Seiten des Comics zeigen, dass es noch viel mehr der fast unbezwingbaren Gegner gibt. Dutzende.

Während Bruce Wayne in der Justice League noch eher einen ruhigen, eher bedenkenden Part spielt, ist der Batman hier mehr der Draufgänger und Besserwisser. Die Polizei und auch die zahlreichen Robins, die sich mittlerweile angesammelt haben, werden oft belehrt oder einfach ignoriert. Batman selbst bringt sich in extreme Gefahr und verfällt dadurch fast dem Wahnsinn. Und auch nur der Wahnsinn ist es meiner Meinung nach am Ende, der ihm fast übermenschliche Kräfte verleiht, die zu seiner Rettung beitragen. Wollte man es auf die Spitze treiben, könnte man meinen, Bruce Wayne, a.k.a. Batman sei ein richtiges Arschloch.

Und noch eine Information am Rande. In diversen Medien ist in den letzten Wochen zu lesen gewesen, dass Batman schwul sei. Und da Marvel jetzt sogar mit einer Homosexuellen-Ehe angeben kann, wird DC sicher bald nachziehen. Wer wird es wohl werden, fragen sich deshalb gerade viele Leute in diversen Foren und Blogs. Nach der Lektüre von The Court of Owls möchte ich nicht ausschließen, dass es Batman werden könnte. Der der Comic strotzt nur so vor Homo-Erotik. Nicht nur wegen Batmans engem Latex-Karbon-Kostüm, sondern vor allem durch das Auftreten Bruce Waynes und seinem Umgang mit anderen Männern. Lassen wir uns überraschen.

Tags: , , , ,

gelesen: Justice League – Vol. 1 Orgin

Ende 2011 hat sich DC Comics dazu entschieden 52 ihrer laufenden Serien neu zu beginnen (The New 52). Der Grund dafür war, dass man nicht nur seine Helden zeitgenössisch aufarbeiten wollte, sondern, dass man auch neuen Lesern den Zugang zu Batman, Superman und Co. erleichtern wollte. Viele der manchmal schon seit Jahrzehnten laufenden Serien waren nämlich so verstrickt und kompliziert geworden, dass es für Eisteiger schwer war in die jeweiligen Storys rein zu finden und diese genießen zu können. Ich lese zwar schon seit Jahren Batman-Comics, habe aber bisher immer nur auf abgeschlossene Zyklen und Sonderausgaben zurückgegriffen und zwar genau aus diesem Grund. Deshalb freue ich mich persönlich über die „Neuauflage“ und werde sicher die eine oder andere Reihe verfolgen.

Jetzt im Mai 2012 war es endlich so weit, dass auch die ersten Sammelbände der neuen Serien veröffentlicht wurden. Diese fassen dann jeweils 6 Einzelhefte zusammen und erscheinen oft auch als Hardcover, was in meinen Augen deutlich mehr hermacht als die dünnen Softcover Heftchen. Eine der ersten Erscheinungen war Justice League. Und da jetzt endlich die Einleitung vorüber ist, können wir mit dem eigentlichem Artikel anfangen.

Die Justice League ist das DC Pendant zu Marvel´s The Avengers, die man sich momentan im Kino anschauen kann. Eine Reihe von Superhelden schließt sich zu einem Team zusammen, um gemeinsam gegen das Böse vorzugehen. Der erste Band „Orgin“ zeigt genau diesen Prozess aus. Überall in Nord Amerika tauchen plötzlich finstere Dämonen auf und bedrohen die Menschheit. Da diese Dämonen übermenschliche Kräfte haben, glaubt die Regierung (und einige weitere Organisationen), dass diese mit den bekannten Superhelden Batman, Superman, Green Lantern usw. zusammen arbeiten und beginnt gegen beide Fraktionen vorzugehen. Die Helden müssen nicht nur einerseits die fremde Macht, die einen gewissen Darkseid dient bekämpfen, sondern auch noch die Regierung überzeugen wer hier die „Guten“ sind. Ein dritter Punkt ist jener, dass alle Superhelden bisher unabhängig voneinander operiert haben. Um Darkseid ein Bein zu stellen, müssen sie sich jedoch zusammenschließen, was bei solch großen Egos nicht unbedingt einfach ist.

Den Bösewicht in diesem Band kann man meiner Meinung nach vernachlässigen, denn das Unterhaltsame für mich war eben der Prozess der Teamfindung und des Hand in Hand Arbeitens der unterschiedlichen Heldencharaktere. Jeder der Helden hält sich für den stärksten und meint einzig artig zu sein. Sind sie ja irgendwo auch, nur müssen sie nach und nach feststellen, dass man auch mal zurückstecken muss, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Und genau das fällt einigen nicht einfach, was dann reihenweise zu sehr lustigen und extrem lebensbedrohlichen Situationen führt. Anbei eine Übersicht der an diesem Band der Justice League teilnehmen Helden und meine persönliche Meinung zu jedem einzelnem (die Reihenfolge richtet sich nach dem Erscheinen der Charaktere im der ersten Ausgabe):

Batman: Den dunklen Ritter lernt man hier als Denker und Taktiere kennen. Zwar riskiert er auch immer wieder Kopf und Kragen, trotzdem bleibt er ständig recht besonnen und sowas wie das Gewissen der Justice League. Mag vielleicht daran liegen, dass er der einzige ohne Superkräfte in der Runde ist und als reiner Mensch doch recht vorsichtig handeln muss. Batman scheißt reihenweise seine Superhelden-Kollegen zusammen und bringt sie wieder auf den Boden der Tatsachen. Nicht nur deshalb war, ist und bleibt er mein Lieblingscomicheld.

Green Lantern: Der Mann in grün kann nicht nur fliegen, sondern durch einen ihm von Außerirdischen überlassenem Ring auch diverse Gegenstände, die er sich so vorstellen kann, aus einer grün leuchtenden Substanz herbeizaubern. Dass können z.B. Schutzschilde sein, die vor Gewehrkugeln bewahren, ein Jet, mit dem er andere Leute (z.B. Batman) an andere Orte transportiert, oder auch mal ein Feuerwehrtruck, mit dem er eine Gruppe feindlicher Kreaturen über den Haufen fährt. Green Lantern ist oft sehr impulsiv und denkt nicht über seine Handlungen nach. Mag sein, dass das an seinem Ring liegt, der im fast unermessliche Superkräfte verleiht. Durch seine schnellen Handlungen begeht er oft Fehler und wird von den anderen Superhelden vorgeführt, was ihn hin und wieder etwas dümmlich aussehen lässt. Jedoch Kontert die grüne Leuchte oft auch sehr gut und hat immer einen  guten Spruch auf den Lippen.

Superman: Der Mann aus Stahl weiß ganz genau, dass es auf dieser Erde eigentlich nichts gibt, was ihm schaden, ihn aufhalten oder was er nicht bewerkstelligen könnte. Und so benimmt er sich auch. Extrem überheblich, extrem cool und extrem leichtsinnig. Ihm sind die anderen Helden egal und wenn bei seinen Aktionen etwas zu Bruch geht oder selbst ein paar Menschen dran glauben müssen, dann ist das nur halb so schlimm. Superman hat anscheinend überhaupt keinen Humor und reagiert auf jede Herausforderung mit purer Logik. Zwar ist er ein wichtiger Bestandteil der Justice League, für mich ist und bleibt er jedoch sehr unsympathisch (ich bin gespannt, ob das in seiner eigenen Comicreihe anders ausgelegt wird).

Flash: Der Blitz im roten Pyjama ist für mich der lustige Sidekick der gesamten Runde. Er erzählt gerne und viel und leistet sich die eine oder andere Peinlichkeit. Er und Green Lantern kennen sich scheinbar schon von vorhergegangenen Abenteuern und sind als komisches Duo wirklich unschlagbar. Ich bin schon sehr auf Flash weitere Entwicklung gespannt.

Wonder Woman: Die Amazone wirkt unglaublich weltfremd und unbekümmert. Das einzige was ihr Sorgen macht ist, dass sie im Kampf nicht genug Gegner abbekommen könnte. Viel, und  besonders kluges, bekommt man nicht von ihr zu lesen. Und mit ihrem knappen Outfit, dem Schwert und der Peitsche ist sie dann doch eher was fürs Auge.

Aquaman: Den Erben des Thrones von Atlantis kannte ich bisher nur als Superhelden, der in diversen Formaten verarscht wurde. Hier jedoch hat er einen sehr eindrucksvollen Auftritt. Geschickt im Umgang mit seinem Dreizack und mit der Superkraft über die Kreaturen des Meeres zu herrschen, hat er einige Aktionen, die mich staunen ließen. Bin jedoch gespannt auf die weiteren Auftritte, denn sicher wird nicht jedes Abenteuer irgendwo am Strand stattfinden, wo man ein paar riesige Haie auftauchen lassen kann, die aus den Gegnern Kleinholz machen.

Cyborg: Von dem Superhelden aus Mensch und Maschine habe ich bisher nichts gehört. Durch einen Angriff der Schergen Darkseids wurde der junge, farbige Athlet so schwer verletzt, dass sein Vater ihn nur dadurch retten konnte, indem er viele seiner beschädigten Organe und Körperteile durch Technik ersetzte. Mit Kräften, die er erst noch kennenlernen muss, könnte er aber jedoch zu einem sehr schlagfertigen Teil der Justice League werden.

Darkseid: Zwar kein Superheld, aber eben der Superschurke im ersten Zyklus der Justice League. Erinnert mich irgendwie an einen Nazi-Kommandanten. Sein eigentliches Ziel wird (zumindest mir!?) nicht sonderlich klar. Er ist scheinbar auf der Suche nach Superman und Wonder Woman. Weshalb bleibt jedoch unklar. Er hat einen guten Abgang und die Worte „I will return…“ lassen auf ein baldiges Wiedersehen schließen.

Mit Jim Lee hat sich ein altbekannter Comickünstler dazu bekannt der Justice League ihr neues Antlitz zu verpassen. Und das ist ihm sehr gut gelungen. Die Charakterzüge der Superhelden werden sehr gut durch ihr Äußeres wiedergespiegelt und auch die Welt um die Justice League drum herum wird sehr detailliert wiedergegeben. Manchmal wirken die Seiten jedoch etwas zu überladen und zu bunt, aber das kann auch sehr an meinen persönlichen Vorlieben liegen, denn bei den bisherigen von mir gelesenen Batman-Comics ist die vorherrschende Farbe „dunkel“.

Alles in allem hat mir der Band sehr gut gefallen und ich werde auch bei Vol. 2 zugreifen. Weiterhin hat mich die Justice League auch davon Überzeugt ein paar anderen Helden, z.B. Aquaman und Flash, eine Chance zu geben und mir dementsprechend auch ihre eigenen Comicreihen zu Gemüte zu führen.

Als nächstes aus der The New 52 Serie gibt es hier jedoch den ersten Sammelband von Animal Man, der ein Geheim-Tipp war und hier schon lesebereit vorliegt.

Tags: , , , , , , , , , , ,

© 2009 blogios. All Rights Reserved.

This blog is powered by the Wordpress platform and theme by Bryan Helmig.