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Der Herr der Halben

oder: kamils Reise nach München (Bayern, Germany)

“In München steht ein Hofbräuhaus…” genau und einiges anderes auch noch. Nach einem erfolgreichem Wochenende in der bayerischen Landeshauptstadt bin ich wieder daheim und will ich in ein paar Spiegelstrichen erzählen wie es war, was ich erlebt habe und warum München nur ein etwas größeres und deutlich flacheres Stuttgart ist.

  • Ein sehr schönes U- und S-Bahn Netz gibt es in München. Mit schönen alten und brand neuen Bahnen. Es müffelt ein bißchen, aber das könnte auch an den Leuten liegen, die einfach mal in der Bahn auf den Boden kotzen, sich stilvoll den Mund mit einem gebrauchten Taschentuch abwischen, dieses Taschentuch in die Kotze werfen, um dann die Bahn zu verlassen. Naja, durch das gut ausgebaute Netz fühlte ich micht gleich an Stuttgart erinnert und durch die vielen bunten Tafeln in den Bahnen haben wir uns auch kein mal verfahren. Und wenn doch, so war das vollste absicht.
  • Ist das Bahn-System noch so lobenswert verlieren die Haltestellen. Detulich. 4 und mehr Stockwerke tief in die Erde und das nicht nur am HBF sind einfach zu viel und man verliert schnell die Übersicht. Ich zumindest. Vielleicht lag das auch an den teilweise sehr irittierenden Schildern die mal diesen mal jenen Weg zum Ziel anzeigten. Außerdem, und das ist wieder eine Gemeinsamkeit mit Stuttgart und wohl auch jeder anderen Großstadt mit unterirdischen Haltestellen, sind diese komplexen Haltestellen pott häßlich. Und das lag nicht nur an den dort überall rumlungernden HSV Fans.
  • In Stuttgart heißt er Schloss- in München Olympia-Park. Doch in beiden kann man gemütlich rumhängen, kopulierenden Hunden zugucken, sich die eine oder andere Halbe reinstellen und gleichzeitig den ersten Sonnenbrand 2010 abholen (ja, im Februar).
  • Das Stuttgarter Kunstmuseum heißt in München Pinakothek und überzeugt durch die tolle Architektur. Ich habe gelernt was Schleuderbeton ist und dass ich klassische Kunst der zeitgenösischen, gewagt gesagt auch als modere Kunst bezeichnet, bevorzuge. Um es hervorzuheben: Bilder davon, wie ein Mann mit punktigem Haarschnitt auf einen antiken Stuhl uriniert sehe ich nicht als kunst an! Naja, die Bilder von Dali haben mir trotzdem gefallen und die Playstation 2 Modelle in blau, rot, grün und gelb auch. Habe ich schon erwähnt, dass die Architektur spitze war?!
  • Essen kann man in München auch. Sogar das Gleiche wie in Stuttgart. Hat mir gefallen. Blutwurst mit Grützwurst und Bratkartoffeln. #nomnomnom. Dazu mehr Halbe. Und um kein Heimweh aufkommen zu lassen haben sich die Bedienungen im Schneiders Weisse Brauhaus voll ins Zeug gelegt und waren genauso unfreundlich wie in einigen Lokalen in Stuttgart. Meine Damen, vielen Dank für Ihre Mühe. Ich empfehle Sie hiermit weiter.
  • Fans des FC Bayern sind alle häßlich! Egal ob in Stuttgart oder München. Ohne scheiß, ich habe es gesehen.
  • Die Innenstadt haben wir Innenstadt sein lassen. Eine interessante Beobachtung haben wir dort aber trotzdem gemacht. Scheinbar macht man sich in München weniger einen Kopf darüber, wenn man als Mann, der…hmmm, wie schreibe ich das denn jetzt politisch korrekt?!…schon längst seinen Potenzzenit überschritten hat…nein…viel Stirn zu waschen hat…hmm, auch nicht…aussieht wie eine alte, verbrauchte Ledertasche (Bingo!), sich ein oder zwei blutjunge (ich wollte nicht minderjährige schreiben, weil ich keine Ausweise gesehen habe) Tussis (genau das wollte ich schreiben) anlacht und mit denen Freude und Botox strahlend über den Marienplatz flaniert. Aber geht mich ja nix an. Ich wollts nur erwähnt haben.   
  • Sowohl in München wie auch in Stuttgart gibt es Donuts. Jedoch schreibt man die in München “Donats” (zumindest im Deutschen Museum, welches übrigends großartig war). Außerdem heißen dort die Berliner Krapfen. WTF?!
  • In München gibt es ein Werk für Automobile mit passender Erlebniswelt und Museum. Die Kraftfahrzeuge heißen dort BMW (für manche “Bayerische Motoren Werke AG”, für andere “bayerische mist-Wagen” und für wieder andere, vorallem aus Ländern, die der EU gerne beitreten würden es aber nicht dürfen weil sie nicht auf die Todesstrafe verzichten möchten, ganz ennfach “bring mit Werkzeug”. Bei uns heißen die Autos mercedes und Porsche.
  • Kneipen gibt es auch in beiden Städten. Und in beiden Städten sind diese bis zum Bersten voll. Der Trachten Vogl hat mir gefallen und auch die Halben dort waren lecker.
  • Es gibt in München einige Stadteile, die sind genau so schäbbig wie einige Stadtteile in Stuttgart. Beide konkurrieren stark mit gewissen Standteilen in den Außenbezirken von Bremen. 
  • Es gibt wiederum in München einige Stadteile, dies sind genauso schön wie einige Stadteile in Stuttgart und Bremen.

Fazit: München ist wie Stuttgart nur ein wenig größer und deutlich flacher.

 

Und jetzt mal im Ernst: Ich hatte ein tolles Wochenende in Stuttgart München mit tollen Leuten und einigen Halben!

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